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Was kostet eine Hunde­haftpflicht im Jahr?

Eine Hundehaftpflicht kostet für die meisten Hunde 29 bis 100 € im Jahr. Einfache Tarife beginnen bei rund 29 €, Tarife mit vielen Zusatzleistungen liegen um 100 €.

Beitrag ohne Listenhund29 bis 100 €im Jahr

Was die Hundehaftpflicht im Jahr kostet

  • Einfacher TarifGrundschutz mit wenigen Extras29 bis 39 €
  • Mittlerer Tarifübliche Leistungen, oft ohne Selbstbeteiligung45 bis 70 €
  • Tarif mit vielen Zusatzleistungeneinzelne Tarife bis rund 195 €70 bis 100 €
  • Listenhundnur wenige Versicherer nehmen sie an100 bis 233 €
  • Selbstbeteiligung je Schadensenkt den Beitrag um rund 15 bis 20 €100 bis 500 €
  • Aufpreis für mehr Deckung50 statt 5 Millionen €10 €

Die Beträge gelten für einen Hund im Jahr, die Selbstbeteiligung fällt je Schaden an.

Für Listenhunde verlangen die wenigen Versicherer, die sie annehmen, 100 bis 233 € im Jahr. In mehreren Bundesländern ist die Versicherung für jeden Hund Pflicht.

Was den Beitrag bestimmt

Den Beitrag bestimmen vor allem drei Dinge: die Rasse, die Deckungssumme und die Selbstbeteiligung. Die Deckungssumme ist der Höchstbetrag, den die Versicherung für einen Schaden zahlt. Viele Tarife bieten 5 bis 50 Millionen €.

Der Unterschied im Preis ist klein, oft sind es rund 10 € im Jahr. Die Selbstbeteiligung ist der Teil eines Schadens, den du selbst trägst. Sie liegt meist bei 100 bis 500 € je Schaden und senkt den Beitrag.

Bei 150 € Selbstbeteiligung sparst du oft 15 bis 20 € im Jahr. Auch Zusatzleistungen wirken auf den Preis. Dazu gehören Schäden an einer gemieteten Wohnung, der ungewollte Deckakt und der Schutz, wenn ein Freund oder Nachbar deinen Hund ausführt.

Unterschiede nach Größe und Rasse

Die Größe deines Hundes spielt beim Beitrag eine kleinere Rolle, als viele denken. Ein kleiner und ein großer Hund liegen im selben Tarif oft nur 8 bis 15 % auseinander. In Euro sind das meist 12 bis 15 € im Jahr.

Deutlich teurer wird es bei Listenhunden. Das sind Rassen und ihre Mischlinge, die ein Bundesland per Gesetz als gefährlich einstuft. Für sie zahlst du 100 bis 233 € im Jahr, und nur wenige Versicherer nehmen diese Hunde überhaupt an.

Die Listen unterscheiden sich von Land zu Land. Derselbe Hund kann deshalb nach einem Umzug anders eingestuft werden. Hältst du mehr als einen Hund, geben viele Versicherer für den zweiten Hund 15 bis 20 % Rabatt.

Was zum Beitrag dazukommt

Neben dem Beitrag können weitere Kosten entstehen. Hat dein Tarif eine Selbstbeteiligung, zahlst du bei jedem Schaden den vereinbarten Betrag selbst. Das sind je nach Vertrag 100 bis 500 €.

Manche Schäden sind nur in teureren Tarifen enthalten. Dazu zählen Schäden an einer gemieteten Wohnung, etwa zerkratzte Türen oder Böden. Für solche Mietsachschäden sind Summen ab 300.000 € üblich.

Auch Vermögensschäden sind nicht immer eingeschlossen. Das sind reine Geldschäden, bei denen niemand verletzt und nichts beschädigt wurde. Hier gelten 50.000 € als übliche Größe.

Hältst du einen Listenhund, kommen oft weitere Pflichten hinzu. Dazu gehören Wesenstest, Sachkundenachweis und eine höhere Hundesteuer. Diese Kosten zahlst du zusätzlich zum Beitrag.

Wo die Hundehaftpflicht Pflicht ist

Als Halter haftest du für Schäden, die dein Hund anrichtet, auch ohne eigenes Verschulden. Das nennt man Gefährdungshaftung, sie steht in § 833 BGB. In Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen muss jeder Hund versichert sein.

In Nordrhein-Westfalen gilt die Pflicht für Hunde ab 40 cm Schulterhöhe oder 20 kg Gewicht sowie für gefährliche Hunde. In den meisten anderen Ländern müssen nur Hunde versichert sein, die als gefährlich gelten. Mecklenburg-Vorpommern kennt keine landesweite Pflicht.

Die Mindestdeckung legt jedes Land selbst fest. In Hamburg ist es 1 Million €, in Nordrhein-Westfalen sind es 500.000 €. Fehlt die Versicherung trotz Pflicht, droht ein Bußgeld.

Worauf es beim Vergleich ankommt

Beim Vergleich zählen neben dem Beitrag die Deckungssumme, die Höhe der Selbstbeteiligung und ob Mietsachschäden und fremde Hüter eingeschlossen sind. Für Listenhunde steht zuerst die Frage, ob der Tarif deine Rasse überhaupt annimmt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Hundehaftpflicht im Monat?

Umgerechnet kostet eine Hundehaftpflicht meist 2,40 bis 8,30 € im Monat. Als Jahresbeitrag sind das 29 bis 100 €. Viele Versicherer lassen dich jährlich oder monatlich zahlen. Für Listenhunde liegen die Kosten bei 100 bis 233 € im Jahr, also bei rund 8 bis 19 € im Monat.

Wie viel kostet die Haftpflicht für einen Listenhund?

Für einen Listenhund zahlst du 100 bis 233 € im Jahr. Das ist deutlich mehr als für andere Hunde, bei denen 29 bis 100 € üblich sind. Nur wenige Versicherer nehmen Listenhunde überhaupt an. In fast allen Bundesländern ist die Versicherung für diese Hunde Pflicht, oft zusammen mit Wesenstest und Sachkundenachweis.

Ist eine Hundehaftpflicht Pflicht?

Das hängt von deinem Bundesland ab. Sechs Länder schreiben sie für jeden Hund vor: Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Nordrhein-Westfalen verlangt sie für große Hunde ab 40 cm oder 20 kg und für gefährliche Hunde. Die meisten übrigen Länder fordern sie nur für gefährliche Hunde. Mecklenburg-Vorpommern hat keine landesweite Regel.

Was kostet eine Hundehaftpflicht für einen großen Hund?

Für einen großen Hund kostet die Haftpflicht meist 50 bis 70 € im Jahr. Kleine Hunde liegen im selben Tarif oft nur 12 bis 15 € darunter. Teurer wird es erst, wenn dein Hund zu einer Rasse gehört, die dein Bundesland als gefährlich einstuft. Dann zahlst du 100 bis 233 € im Jahr.

Lohnt sich eine Selbstbeteiligung bei der Hundehaftpflicht?

Eine Selbstbeteiligung senkt den Beitrag, aber nur leicht. Bei 150 € Selbstbeteiligung sparst du oft 15 bis 20 € im Jahr. Dafür zahlst du bei jedem Schaden diesen Betrag selbst. Ein einziger Schaden verbraucht damit die Ersparnis von sieben bis zehn Jahren. Wie sich das rechnet, hängt davon ab, wie oft kleinere Schäden vorkommen.

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