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Chip setzen beim Pferd Kosten nach der Gebühren­ordnung für Tierärzte

Einen Chip beim Pferd setzen zu lassen, kostet in unserer Beispielrechnung 103,20 € im 1-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Im 2-fachen Satz sind es 206,39 €, im 3-fachen Satz 309,59 €.

Ein Pferd
1-facher Satz103 €untere Grenze der GOT
2-facher Satz206 €mittlerer Satz
3-facher Satz310 €obere Grenze ohne Begründung
Im Notdienstab 266 €nachts, am Wochenende, an Feiertagen

Zusammensetzung der Rechnung 1-facher Satz

Gebührensatz wählen
  • Hausbesuch im StallGOT Nr. 4034,50 €
  • Untersuchung und BeratungGOT Nr. 430,78 €
  • Transponder einsetzenGOT Nr. 23810,24 €
  • DokumentationGOT Nr. 311,20 €
  • Mehrwertsteuer19 % auf die Summe der Gebühren16,48 €
Zusammen mit Mehrwertsteuer103,20 €

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommen einmal 50 € Notdienstgebühr. Der Hausbesuch im Stall ist eingerechnet. Für die Anfahrt kommt Wegegeld dazu, nach der GOT 3,50 € je Doppelkilometer und mindestens 13 €. Jede Nummer findest du in der GOT-Tabelle mit allen 1.005 Gebühren.

Alle Sätze auf einen Blick

SatzMit Mehrwertsteuer
1-facher Satz103,20 €
2-facher Satz206,39 €
3-facher Satz309,59 €
Notdienst, 2-fach plus 50 € Notdienstgebühr265,89 €
Notdienst, höchstens 4-fach plus 50 €472,29 €

Dazu kommen, je nach Praxis und Tier: der Chip selbst, Equidenpass, wenn nötig, Wegegeld für die Anfahrt. Diese Posten sind in der Rechnung oben nicht enthalten.

Enthalten sind Untersuchung, das Einsetzen des Transponders und die Dokumentation. Im Notdienst läge die Rechnung mit Notdienstgebühr bei 265,89 € im 2-fachen und 472,29 € im 4-fachen Satz, was bei diesem planbaren Termin aber kaum vorkommt. Der Chip selbst und gegebenenfalls der Equidenpass kosten extra.

Worum es geht

Der Chip, auch Transponder genannt, ist ein wenige Millimeter großer Mikrochip mit einer Nummer, die sich mit einem Lesegerät auslesen lässt. So lässt sich ein Pferd eindeutig zuordnen. Für Pferde, Ponys und Esel ist der Transponder zusammen mit dem Equidenpass Pflicht. Der Equidenpass ist ein Ausweis für Pferde, in dem unter anderem die Kennzeichnung und bestimmte Medikamente eingetragen werden. Meist wird der Chip bei Fohlen im ersten Lebensjahr gesetzt, oft zusammen mit dem Antrag auf den Pass. Auch ältere Pferde ohne Chip, etwa aus dem Ausland oder mit verlorenen Papieren, bekommen nachträglich einen. Den Chip setzt eine Tierärztin oder ein Tierarzt, weil er unter die Haut gespritzt und die Nummer im Pass festgehalten wird.

So läuft es ab

Zuerst schaut sich die Tierärztin oder der Tierarzt das Pferd an und prüft mit einem Lesegerät, ob schon ein Chip vorhanden ist (GOT 4). Dann wird die Stelle am Hals vorbereitet, meist auf der linken Seite etwa in der Mitte unterhalb der Mähne. Mit einer dicken Nadel wird der Transponder in das Nackenband gesetzt, ein festes Band im Hals (GOT 238). Das dauert nur einen Moment, viele Pferde reagieren kaum darauf. Danach liest die Praxis den Chip noch einmal aus, um zu prüfen, ob er funktioniert. Die Nummer und die Abzeichen des Pferdes werden festgehalten, etwa im Equidenpass oder im Antrag dafür (GOT 3). Eine Beruhigung bekommen nur sehr unruhige Pferde.

Was die Rechnung teurer macht

Der Satz ist der Faktor auf den Grundbetrag der GOT: im normalen Betrieb 1- bis 3-fach, im Notdienst mindestens 2-fach mit 50 € Notdienstgebühr, bis 4-fach. Beim Chippen ist der Notdienst eine Ausnahme, weil der Termin planbar ist. Kommt die Praxis zum Stall, berechnet sie Wegegeld für die Anfahrt. Werden mehrere Pferde am selben Ort gechippt, teilen sich die Halter das Wegegeld. Ein sehr unruhiges Pferd oder Fohlen bekommt womöglich eine Beruhigung, die als eigener Posten dazukommt. Zusätzlich kostet der Chip selbst etwas. Ist noch kein Equidenpass vorhanden, fallen Gebühren für den Pass an, die die ausstellende Stelle berechnet. Oft wird der Chip zusammen mit einer Impfung oder Untersuchung gesetzt, die dann eigene Kosten hat. In einer Klinik liegen die Gebühren meist höher.

Zahlt eine Versicherung?

Das Chippen ist planbar und vorgeschrieben, deshalb übernehmen Pferde-OP- und Krankenversicherungen die Kosten meist nicht. Eine Ausnahme für medizinisch notwendige Behandlungen greift hier kaum, weil das Setzen des Chips keine Erkrankung behandelt. Manche Krankenversicherungen für Pferde haben einen festen Betrag für Vorsorge pro Jahr, aus dem sich ein Teil bezahlen lässt, je nach Tarif. Auch dann gilt oft eine Wartezeit ab Vertragsbeginn. Eine Beruhigung für ein unruhiges Pferd wird beim Chippen ebenfalls meist selbst bezahlt.

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Häufige Fragen

Was kostet es, ein Pferd chippen zu lassen?

Ein Pferd chippen zu lassen, kostet in unserer Beispielrechnung 103,20 € im 1-fachen, 206,39 € im 2-fachen und 309,59 € im 3-fachen Satz der GOT. Enthalten sind Untersuchung, Einsetzen des Transponders und Dokumentation. Der Chip selbst, Wegegeld für die Anfahrt und der Equidenpass kommen zusätzlich dazu.

Was kostet ein Transponder beim Pferd?

Der Transponder ist der Mikrochip, der beim Pferd in den Hals gesetzt wird. Das Setzen rechnet die Praxis nach GOT 238 ab. Mit Untersuchung und Dokumentation ergibt das in unserer Beispielrechnung 103,20 € bis 309,59 €, je nach Satz. Der Chip selbst wird extra berechnet und ist darin nicht enthalten.

Was kostet es, ein Fohlen chippen zu lassen?

Für das Chippen eines Fohlens gilt dieselbe Beispielrechnung wie für ein erwachsenes Pferd: 103,20 € im 1-fachen bis 309,59 € im 3-fachen Satz. Dazu kommen der Chip selbst und die Gebühren für den Equidenpass. Wird das Fohlen zusammen mit anderen Pferden gechippt, teilen sich die Halter das Wegegeld.

Muss ein Pferd gechippt sein?

Ja, Pferde, Ponys und Esel brauchen einen Transponder und einen Equidenpass. Meist wird der Chip bei Fohlen im ersten Lebensjahr gesetzt. Fehlt er bei einem älteren Pferd, lässt sich das nachholen. Die Kosten dafür liegen in unserer Beispielrechnung bei 103,20 € bis 309,59 €, ohne Chip und Pass.

Zahlt die Versicherung das Chippen beim Pferd?

Weil das Chippen beim Pferd planbar und vorgeschrieben ist, zahlen OP- und Krankenversicherungen es meist nicht. Einige Krankenversicherungen für Pferde zahlen einen Teil aus einem jährlichen Betrag für Vorsorge, je nach Tarif. Den Equidenpass zahlst du in der Regel selbst. Auch die Anfahrt der Praxis zum Stall ist beim Chippen meist nicht versichert.

Kostet Pferd chippen in der Großstadt mehr als auf dem Land?

Die Gebührenordnung gilt in ganz Deutschland gleich, in Bayern, Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen genauso wie in einer kleinen Landpraxis. Unterschiede entstehen durch den Satz, den die Praxis wählt, und durch Medikamente und Material. Die tierärztliche Leistung liegt deshalb überall zwischen 103,20 € und 309,59 € mit Mehrwertsteuer, im Notdienst ab 265,89 €.

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