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Sehnen­schaden beim Pferd Kosten nach der Gebühren­ordnung für Tierärzte

Die Untersuchung und erste Versorgung eines Sehnenschadens beim Pferd kostet in unserer Beispielrechnung 262,87 € im einfachen Satz, 525,74 € im zweifachen und 788,61 € im dreifachen Satz. Enthalten sind nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) Lahmheitsuntersuchung, zwei Ultraschalluntersuchungen und ein Verband.

Ein Pferd
1-facher Satz263 €untere Grenze der GOT
2-facher Satz526 €mittlerer Satz
3-facher Satz789 €obere Grenze ohne Begründung
Im Notdienstab 585 €nachts, am Wochenende, an Feiertagen

Zusammensetzung der Rechnung 1-facher Satz

Gebührensatz wählen
  • Hausbesuch im StallGOT Nr. 4034,50 €
  • LahmheitsuntersuchungGOT Nr. 83751,31 €
  • Ultraschall der SehneGOT Nr. 18058,92 €
  • Verband anlegenGOT Nr. 25117,25 €
  • KontrollultraschallGOT Nr. 18058,92 €
  • Mehrwertsteuer19 % auf die Summe der Gebühren41,97 €
Zusammen mit Mehrwertsteuer262,87 €

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommen einmal 50 € Notdienstgebühr. Der Hausbesuch im Stall ist eingerechnet. Für die Anfahrt kommt Wegegeld dazu, nach der GOT 3,50 € je Doppelkilometer und mindestens 13 €. Jede Nummer findest du in der GOT-Tabelle mit allen 1.005 Gebühren.

Alle Sätze auf einen Blick

SatzMit Mehrwertsteuer
1-facher Satz262,87 €
2-facher Satz525,74 €
3-facher Satz788,61 €
Notdienst, 2-fach plus 50 € Notdienstgebühr585,24 €
Notdienst, höchstens 4-fach plus 50 €1.110,98 €

Dazu kommen, je nach Praxis und Tier: Stoßwelle oder Stammzellen, je nach Therapie, Boxenruhe über Monate, Wegegeld für die Anfahrt. Diese Posten sind in der Rechnung oben nicht enthalten.

Im Notdienst kostet das 585,24 € bis 1.110,98 €. Anfahrt und besondere Therapien wie Stoßwelle oder Stammzellen sind nicht eingerechnet und können die Summe deutlich erhöhen. Weitere Kontrollen werden jeweils neu berechnet.

Worum es geht

Sehnen verbinden Muskeln mit Knochen. Beim Pferd tragen vor allem die Beugesehnen an der Rückseite der Beine viel Last, besonders an den Vorderbeinen. Bei einem Sehnenschaden sind Fasern überdehnt, entzündet oder gerissen. Das passiert etwa bei einem Fehltritt, auf tiefem Boden, bei schnellen Wendungen oder durch Überlastung im Sport. Oft sieht man eine warme, verdickte Stelle am Bein, und das Pferd lahmt. Tierärzte untersuchen die Lahmheit und schauen sich die Sehne mit Ultraschall an, um das Ausmaß zu erkennen. Die Heilung dauert lange, oft viele Monate, mit Kontrollen zwischendurch. Welche Behandlung für dein Pferd in Frage kommt, besprichst du mit deiner Tierarztpraxis.

So läuft es ab

Die Tierärztin lässt dein Pferd im Schritt und Trab vorführen, tastet die Beine ab und prüft, wo die Lahmheit sitzt. Diese Lahmheitsuntersuchung ist GOT 837. Anschließend wird das Fell an der betroffenen Stelle oft geschoren, damit der Ultraschall die Sehne gut darstellen kann. Das Ultraschallbild zeigt, wie viele Fasern beschädigt sind und wie groß der Schaden ist, abgerechnet als GOT 180. Danach bekommt das Bein einen stützenden Verband nach GOT 251. Nach einigen Wochen folgt ein Kontrollultraschall, wieder GOT 180, um den Heilungsverlauf zu sehen. Zwischen diesen Terminen steht dein Pferd meist in der Box, und die Bewegung wird nach einem festen Plan langsam gesteigert.

Was die Rechnung teurer macht

Die Beispielrechnung deckt nur die Diagnose und eine Kontrolle ab. Die eigentliche Therapie kostet oft ein Vielfaches. Stoßwellenbehandlungen finden meist in mehreren Sitzungen statt, Stammzellen oder Präparate aus dem eigenen Blut des Pferdes brauchen Labor und Material. Jeder weitere Kontrollultraschall bringt erneut Gebühren, und die Anfahrt zum Stall kommt bei jedem Besuch dazu. Wird das Pferd in eine Klinik gebracht, fallen Klinikgebühren und Transport an. Monatelange Boxenruhe verursacht zwar keine Tierarztkosten, kann aber im Stall mehr kosten, etwa für Einstreu und Betreuung. Der Satz liegt zwischen dem Einfachen und Dreifachen, spezialisierte Kliniken setzen oft einen höheren an. Passiert die Verletzung am Abend oder Wochenende, gilt im Notdienst mindestens der doppelte Satz plus 50 € Notdienstgebühr.

Zahlt eine Versicherung?

Ein Sehnenschaden ist eine Verletzung und keine planbare Behandlung. Eine reine OP-Versicherung für Pferde zahlt allerdings nur, wenn operiert wird, was bei Sehnenschäden selten ist. Eine Pferdekrankenversicherung übernimmt Diagnose und Therapie eher, je nach Tarif, oft mit Höchstbeträgen im Jahr. Besondere Verfahren wie Stammzellen sind nicht in jedem Tarif enthalten. Nach Vertragsbeginn gilt eine Wartezeit, bei Unfällen manchmal eine kürzere. Frühere Sehnenschäden am selben Bein gelten häufig als bekannte Erkrankung.

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Was kann bei deinem Pferd auf dich zukommen? Drei kurze Fragen, danach siehst du, welche Rechnungen bei deinem Tier typisch sind und worauf du beim Absichern achtest.

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Häufige Fragen

Was kostet ein Sehnenschaden beim Pferd?

Diagnose und erste Versorgung eines Sehnenschadens kosten in der Beispielrechnung 262,87 € im einfachen Satz, 525,74 € im zweifachen und 788,61 € im dreifachen Satz. Enthalten sind Lahmheitsuntersuchung, zwei Ultraschalluntersuchungen und ein Verband. Therapien wie Stoßwelle oder Stammzellen und die Anfahrt kommen dazu. Für jeden weiteren Kontrolltermin fallen eigene Gebühren an.

Wie teuer ist eine Sehnenverletzung beim Pferd im Notdienst?

Im Notdienst kostet die Versorgung einer Sehnenverletzung in der Beispielrechnung 585,24 € im zweifachen Satz und 1.110,98 € im vierfachen Satz, einschließlich 50 € Notdienstgebühr. Die Lahmheitsuntersuchung, der Ultraschall und der Verband sind darin enthalten. Die Anfahrt zum Stall wird zusätzlich berechnet. Spätere Kontrollen finden meist in der normalen Sprechzeit statt.

Wie lange dauert die Heilung einer Sehnenentzündung beim Pferd?

Eine Sehnenentzündung oder ein Sehnenschaden braucht oft viele Monate, bis die Fasern wieder belastbar sind. Wie lange es bei deinem Pferd dauert, besprichst du mit deiner Tierarztpraxis. Für die Kosten heißt das: Jeder Kontrollultraschall wird einzeln berechnet, und bei jedem Besuch im Stall kommt die Anfahrt dazu.

Zahlt die Pferdeversicherung einen Sehnenschaden?

Eine OP-Versicherung für Pferde zahlt nur, wenn die Sehne operiert wird, was selten vorkommt. Eine Pferdekrankenversicherung übernimmt Untersuchung und Therapie eher, je nach Tarif und oft bis zu einem Höchstbetrag. Frühere Sehnenschäden am selben Bein sind häufig ausgeschlossen, und die Wartezeit muss vorbei sein. Die Bedingungen des Vertrags nennen die genauen Grenzen.

Warum wird beim Sehnenschaden mehrmals Ultraschall gemacht?

Der erste Ultraschall zeigt, wie groß der Sehnenschaden ist. Die Kontrollen zeigen, ob die Fasern wieder zusammenwachsen und wie die Bewegung gesteigert werden kann. In der Beispielrechnung sind zwei Ultraschalluntersuchungen nach GOT 180 enthalten. Jede weitere Kontrolle kostet erneut, dazu kommt die Anfahrt der Praxis.

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