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Hunde­kranken­versicherung So funktioniert der Vollschutz

Eine Hundekrankenversicherung zahlt Tierarztkosten auch dann, wenn keine OP nötig ist: Untersuchungen, Diagnostik wie Röntgen oder MRT, Medikamente und je nach Tarif Vorsorge. Operationen sind in der Regel eingeschlossen.

Rechenbeispiel Ultraschall beim Hund und Blutbild beim Hund

  • Ultraschall beim Hund3-facher Satz294,67 €
  • Blutbild beim Hund3-facher Satz168,29 €
  • Eine reine OP-Versicherung erstattetkeine Operation0,00 €
Bleibt bei dir ohne Vollschutz462,96 €

Tierärztliche Leistung nach der Gebührenordnung mit 19 % Mehrwertsteuer, ohne Medikamente und Material.

Ein junger Hund kostet darin meist 15 bis 60 € im Monat, in einer reinen OP-Versicherung meist 7 bis 26 €.

Was Vollschutz beim Hund bedeutet

Vollschutz ist ein anderes Wort für eine Krankenversicherung für Tiere. Sie zahlt nicht nur Operationen, sondern auch ambulante Behandlungen. Ambulant heißt: Dein Hund wird in der Praxis untersucht oder behandelt und geht danach wieder mit dir nach Hause.

Dazu zählen Untersuchungen, Röntgen, Ultraschall, Blutwerte und Medikamente. Auch die Behandlung einer Ohrenentzündung oder einer Hautkrankheit fällt darunter, solange der Tarif sie nicht ausschließt. Operationen und der Aufenthalt in einer Klinik sind in der Regel ebenfalls enthalten.

Welche Leistungen genau versichert sind und bis zu welcher Höhe, unterscheidet sich stark von Tarif zu Tarif. Manche Tarife begrenzen einzelne Bereiche wie Physiotherapie oder Zahnbehandlungen mit eigenen Obergrenzen. Die Versicherungsbedingungen führen das im Einzelnen auf.

Vorsorge: Impfung, Wurmkur, Zähne

Viele Hundekrankenversicherungen enthalten ein Budget für Vorsorge. Das ist ein fester Betrag pro Versicherungsjahr, dessen Höhe der Tarif festlegt. Daraus werden Leistungen wie Impfungen, Wurmkuren, Mittel gegen Flöhe und Zecken oder ein allgemeiner Gesundheitscheck bezahlt. Was im Jahr nicht verbraucht wird, verfällt bei vielen Tarifen.

Bei den Zähnen sind die Regeln oft unterschiedlich. Eine Zahnsteinentfernung beim Hund kostet laut GOT, der Gebührenordnung für Tierärzte, 197,33 € im 1-fachen Satz und 591,98 € im 3-fachen Satz. Der 1-fache Satz ist der Grundbetrag, den die GOT für eine Leistung festlegt. Bis zum 3-fachen Satz darf die Praxis gehen, wenn der Aufwand höher ist.

Manche Tarife zahlen die Zahnsteinentfernung aus dem Vorsorgebudget, andere nur mit medizinischem Grund, wieder andere gar nicht.

Beispiel: MRT ohne anschließende OP

Diagnostik heißt: Untersuchungen, mit denen die Praxis herausfindet, was deinem Hund fehlt. Ein MRT gehört dazu. Das Gerät erstellt Schnittbilder vom Inneren des Körpers, etwa vom Rücken oder vom Kopf.

Für ein MRT beim Hund stehen in der GOT 1.006,91 € im 1-fachen Satz, im 3-fachen Satz sind es 3.020,72 €. Folgt darauf keine OP, zahlt eine reine OP-Versicherung in der Regel nichts. Die ganze Rechnung bleibt dann bei dir.

Eine Hundekrankenversicherung zahlt das MRT je nach Tarif auch ohne OP. Angenommen, dein Tarif erstattet bis zum 2-fachen Satz und die Praxis rechnet 3-fach ab. Dann übernimmt der Tarif höchstens 2.013,81 €, und 1.006,91 € bleiben offen. Bei einem Tarif bis zum 3-fachen Satz ist die Leistung nach GOT gedeckt. Medikamente, Material und Fremdlabor kommen in beiden Fällen dazu.

Unterschied zur OP-Versicherung

Eine OP-Versicherung zahlt, wenn operiert wird, und dazu meist die Behandlung kurz vorher und kurz danach. Die Krankenversicherung zahlt dieselben Operationen und außerdem alles, was ohne OP behandelt wird. Solche Rechnungen trägst du mit einer reinen OP-Versicherung selbst.

Der Preis dafür ist ein höherer Beitrag. Die Krankenversicherung liegt für einen jungen Hund meist bei 15 bis 60 €, also über den 7 bis 26 € einer reinen OP-Versicherung. Den Aufpreis zahlst du jeden Monat, auch in Monaten ohne Tierarztbesuch.

Mit einer Krankenversicherung werden viele kleinere Rechnungen planbarer, weil ein Teil davon erstattet wird. Mit einer OP-Versicherung zahlst du weniger Beitrag, trägst aber Untersuchungen, Medikamente und Diagnostik ohne OP selbst. Welche Aufteilung zu dir passt, hängt unter anderem von deinen Rücklagen ab.

Beitrag, Alter und Selbstbeteiligung

Der Beitrag einer Hundekrankenversicherung richtet sich meist nach dem Alter beim Abschluss, nach Rasse oder Gewicht und nach dem Leistungsumfang. Bei vielen Tarifen steigt er mit den Jahren. Außerdem nehmen viele Versicherer Hunde nur bis zu einem bestimmten Eintrittsalter neu auf.

Die Selbstbeteiligung ist der Teil einer Rechnung, den du selbst zahlst. Manche Tarife ziehen einen Prozentsatz von jeder Rechnung ab, andere einen festen Betrag pro Jahr. Mit Selbstbeteiligung sinkt der Beitrag meist.

Bei einer Krankenversicherung wirkt ein Prozentsatz häufiger als bei einer OP-Versicherung. Er wird bei jeder erstatteten Rechnung abgezogen, also auch bei kleinen Beträgen für Untersuchungen oder Medikamente. Ein fester Jahresbetrag fällt dagegen nur einmal im Jahr an, egal wie viele Rechnungen du einreichst.

Wartezeit und Vorerkrankungen

Nach dem Abschluss gilt bei vielen Tarifen eine Wartezeit. In dieser Zeit läuft der Vertrag schon, zahlt aber noch nicht für Krankheiten. Oft sind das etwa 30 Tage. Nach Unfällen gibt es meist keine Wartezeit. Für einzelne Bereiche wie Zähne oder Vorsorge können längere Fristen gelten.

Viele Tarife nehmen Erkrankungen aus, die schon vor Vertragsbeginn festgestellt wurden. Beim Abschluss beantwortest du dazu Fragen zur Gesundheit deines Hundes. Sind die Angaben falsch, kann der Versicherer später die Zahlung verweigern.

Tritt eine Krankheit erst während der Laufzeit auf, zahlt der Tarif nach seinen Bedingungen, auch über längere Zeit. Grenzen setzen dann die Jahreshöchstleistung, also der Höchstbetrag pro Jahr, und das Kündigungsrecht nach einem Schadensfall.

Tarife vergleichen

Wir vermitteln keine Versicherung und empfehlen keinen Tarif. Wenn du vergleichst, achte auf den erstatteten Gebührensatz, die Wartezeit, die Jahreshöchstleistung und darauf, was bei bekannten Erkrankungen gilt.

Was kann bei deinem Hund auf dich zukommen? Vier kurze Fragen zu deinem Tier, danach siehst du typische Rechnungen, den typischen Beitrag und deine persönliche Prüfliste für den Vergleich.

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Häufige Fragen

Was zahlt eine Hundekrankenversicherung?

Eine Hundekrankenversicherung zahlt je nach Tarif Untersuchungen, Diagnostik, Medikamente, ambulante Behandlungen und Operationen. Viele Tarife haben zusätzlich ein Budget für Vorsorge wie Impfungen oder Wurmkuren. Nicht versichert sind meist bekannte Vorerkrankungen und Krankheiten in der Wartezeit. Grenzen setzen der versicherte Gebührensatz, die Jahreshöchstleistung und eine mögliche Selbstbeteiligung.

Was kostet eine Hundekrankenversicherung im Monat?

Bei einem jungen Hund liegt der Monatsbeitrag meist bei 15 bis 60 €. Der genaue Preis hängt vom Alter beim Abschluss, von Rasse oder Gewicht, vom Erstattungssatz und von der Selbstbeteiligung ab. Später kommen bei vielen Tarifen Anpassungen nach Alter dazu. Eine reine OP-Versicherung ist mit meist 7 bis 26 € günstiger, zahlt aber weniger.

Zahlt die Hundekrankenversicherung Impfungen?

Viele Hundekrankenversicherungen zahlen Impfungen aus einem Vorsorgebudget. Das ist ein fester Betrag pro Jahr, den der Tarif festlegt. Ist er aufgebraucht, zahlst du weitere Vorsorge selbst. Manche Tarife haben kein Vorsorgebudget, dann sind Impfungen nicht versichert. Eine reine OP-Versicherung zahlt Impfungen in der Regel nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Hundekrankenversicherung und OP-Versicherung?

Die OP-Versicherung zahlt nur, wenn dein Hund operiert wird, meist samt kurzer Behandlung vorher und nachher. Die Hundekrankenversicherung zahlt zusätzlich Behandlungen ohne OP, etwa Untersuchungen, Medikamente oder ein MRT. Dafür ist ihr Beitrag höher. Ein MRT ohne OP kostet laut GOT schon im 1-fachen Satz 1.006,91 €.

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