Chip-OP beim Pferd Kosten nach der Gebührenordnung für Tierärzte
Eine Chip-OP beim Pferd kostet in unserer Beispielrechnung 737,13 € im 1-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Beim 2-fachen Satz sind es 1.474,27 €, beim 3-fachen 2.211,40 €.

Zusammensetzung der Rechnung 1-facher Satz
- Untersuchung und BeratungGOT Nr. 430,78 €
- RöntgenGOT Nr. 166, 2 mal53,06 €
- KombinationsnarkoseGOT Nr. 32372,38 €
- arthroskopische OperationGOT Nr. 864463,22 €
- Notdienstgebühreinmal je Notfall50,00 €
- Mehrwertsteuer19 % auf die Summe der Gebühren117,69 €
Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommen einmal 50 € Notdienstgebühr. Jede Nummer findest du in der GOT-Tabelle mit allen 1.005 Gebühren.
Alle Sätze auf einen Blick
| Satz | Mit Mehrwertsteuer |
|---|---|
| 1-facher Satz | 737,13 € |
| 2-facher Satz | 1.474,27 € |
| 3-facher Satz | 2.211,40 € |
| Notdienst, 2-fach plus 50 € Notdienstgebühr | 1.533,77 € |
| Notdienst, höchstens 4-fach plus 50 € | 3.008,03 € |
Dazu kommen, je nach Praxis und Tier: Narkosegas und Überwachung, Klinikaufenthalt, Medikamente. Diese Posten sind in der Rechnung oben nicht enthalten.
Enthalten sind Untersuchung, zwei Röntgenaufnahmen, Narkose und die arthroskopische Operation, also der Eingriff mit einer kleinen Kamera im Gelenk. Im Notdienst kostet dieselbe Rechnung mit Notdienstgebühr 1.533,77 € im 2-fachen und 3.008,03 € im 4-fachen Satz. Narkosegas, Klinikaufenthalt und Medikamente werden gesondert berechnet.
Worum es geht
Ein Chip ist ein kleines Knochen- oder Knorpelstück, das sich im Gelenk gelöst hat. Häufig entsteht es durch eine Störung der Gelenkentwicklung bei jungen Pferden, die Osteochondrose heißt. Auch ein Tritt oder eine Überlastung kann ein Stück absprengen. Betroffen sind oft Fesselgelenk, Sprunggelenk und Kniegelenk. Manche Chips machen keine Beschwerden und fallen erst beim Röntgen auf, etwa bei einer Kaufuntersuchung. Andere führen zu Lahmheit oder einer vermehrten Gelenkfüllung. Tierärzte entfernen Chips meist mit einer Arthroskopie, einer Gelenkspiegelung: Über kleine Schnitte schieben sie eine Kamera und feine Instrumente ins Gelenk. Das schont das Gewebe mehr als ein großer Schnitt. Ob der Chip bei deinem Pferd entfernt wird, besprichst du mit deiner Tierarztpraxis.
So läuft es ab
Vor der OP untersucht die Klinik das Pferd und prüft den Gang (GOT 4). Zwei Röntgenaufnahmen des betroffenen Gelenks (GOT 166, 2 mal) zeigen Lage und Größe des Chips. Am OP-Tag bekommt das Pferd eine Kombinationsnarkose (GOT 323). Dabei werden mehrere Narkosemittel verbunden, meist erst über die Vene und dann mit Gas über einen Schlauch. Das Pferd liegt dann auf einem gepolsterten OP-Tisch. Bei der arthroskopischen Operation (GOT 864) füllt die Klinik das Gelenk mit Flüssigkeit, schaut mit der Kamera hinein und entfernt den Chip mit einer kleinen Zange. Die Schnitte werden genäht und verbunden. Nach dem Aufwachen in einer gepolsterten Box bleibt das Pferd meist einige Tage in der Klinik.
Was die Rechnung teurer macht
Der Satz ist der Faktor, mit dem die Klinik die Grundbeträge der GOT multipliziert, normalerweise 1- bis 3-fach. Pferdekliniken mit OP-Saal rechnen bei solchen Eingriffen oft einen höheren Satz ab. Im Notdienst gelten mindestens der 2-fache Satz und 50 € Notdienstgebühr, bis zum 4-fachen, doch eine Chip-OP wird meist geplant. Sitzen Chips in mehreren Gelenken oder an beiden Beinen, dauert der Eingriff länger. Große, schwere Pferde brauchen mehr Narkosemittel. Extra berechnet werden Narkosegas und Überwachung, der Klinikaufenthalt mit Box und Versorgung sowie Medikamente gegen Schmerzen und Entzündung. Später können Kontrollröntgen und Verbandswechsel dazukommen. Auch der Transport zur Klinik kostet extra. Treten Komplikationen wie eine Gelenkinfektion auf, folgen weitere Behandlungen und eine längere Zeit in der Klinik.
Zahlt eine Versicherung?
Eine Pferde-OP-Versicherung übernimmt Arthroskopien oft, je nach Tarif. Bei Chips gibt es aber häufig Ausnahmen: Wurden sie schon vor Vertragsbeginn auf Röntgenbildern gesehen, etwa bei einer Kaufuntersuchung, gelten sie als bekannte Erkrankung. Manche Tarife schließen Entwicklungsstörungen wie Osteochondrose ganz aus oder zahlen erst nach einer längeren Wartezeit. Klinikaufenthalt und Medikamente rund um die OP sind oft mitversichert. Wie viel erstattet wird, hängt von Obergrenzen und Selbstbeteiligung ab.
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Was kann bei deinem Pferd auf dich zukommen? Drei kurze Fragen, danach siehst du, welche Rechnungen bei deinem Tier typisch sind und worauf du beim Absichern achtest.
Check startenHäufige Fragen
Was kostet eine Chip-OP beim Pferd?
Eine Chip-OP beim Pferd kostet in unserer Beispielrechnung 737,13 € im 1-fachen, 1.474,27 € im 2-fachen und 2.211,40 € im 3-fachen Satz der GOT. Enthalten sind Untersuchung, zwei Röntgenaufnahmen, Kombinationsnarkose und die arthroskopische Operation. Narkosegas, Klinikaufenthalt und Medikamente berechnet die Klinik zusätzlich. Bei Chips in mehreren Gelenken steigt der Aufwand.
Was kostet eine Arthroskopie beim Pferd?
Eine Arthroskopie ist eine Gelenkspiegelung mit Kamera, bei der zum Beispiel Chips entfernt werden. Beim Pferd kostet sie in unserer Beispielrechnung mit Untersuchung, Röntgen und Narkose 737,13 € bis 2.211,40 €, je nach Satz. Klinikaufenthalt, Narkosegas und Medikamente kommen dazu und machen die Rechnung deutlich höher.
Wie teuer ist es, einen Chip im Fesselgelenk entfernen zu lassen?
Ein Chip im Fesselgelenk wird meist arthroskopisch entfernt. Unsere Beispielrechnung für diese Chip-OP beim Pferd liegt bei 737,13 € im 1-fachen und 2.211,40 € im 3-fachen Satz. Sitzen Chips in mehreren Gelenken, dauert der Eingriff länger. Ob der Chip im Fesselgelenk deines Pferdes entfernt wird, besprichst du mit deiner Tierarztpraxis.
Wie teuer ist eine Chip-OP beim Pferd im Notdienst?
Für eine Chip-OP im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommt die Notdienstgebühr. Beim Pferd ergibt das in unserer Beispielrechnung 1.533,77 €, im 4-fachen Satz 3.008,03 €. Weil ein Chip meist geplant entfernt wird, ist das selten. Klinikaufenthalt und Medikamente kommen in jedem Fall dazu.
Zahlt die OP-Versicherung eine Chip-OP beim Pferd?
Eine Pferde-OP-Versicherung übernimmt eine Chip-OP oft, je nach Tarif. Wurde der Chip aber schon vor Vertragsbeginn gesehen, etwa beim Röntgen für eine Kaufuntersuchung, gilt er meist als bekannte Erkrankung. Manche Tarife schließen Osteochondrose aus oder haben eine längere Wartezeit dafür. Obergrenzen und Selbstbeteiligung spielen ebenfalls eine Rolle.
Weitere Behandlungen
- Kastration beim Hengstab 383 €
- Kolik-OP beim Pferdab 1.351 €
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