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HD- und ED-Röntgen beim Hund Kosten nach der Gebühren­ordnung für Tierärzte

Ein HD-Röntgen mit ED-Röntgen kostet beim Hund in unserer Beispielrechnung 171,61 € im 1-fachen Satz, 343,22 € im 2-fachen Satz und 514,83 € im 3-fachen Satz. Grundlage sind typische Posten der amtlichen Gebührenordnung für Tierärzte, kurz GOT.

Basenji
1-facher Satz172 €untere Grenze der GOT
2-facher Satz343 €mittlerer Satz
3-facher Satz515 €obere Grenze ohne Begründung
Im Notdienstab 403 €nachts, am Wochenende, an Feiertagen

Zusammensetzung der Rechnung 1-facher Satz

Gebührensatz wählen
  • Untersuchung und BeratungGOT Nr. 1623,62 €
  • Narkose über die VeneGOT Nr. 33031,47 €
  • erste und zweite RöntgenaufnahmeGOT Nr. 166, 2 mal53,06 €
  • zwei weitere Aufnahmen der EllbogenGOT Nr. 167, 2 mal36,06 €
  • Mehrwertsteuer19 % auf die Summe der Gebühren27,40 €
Zusammen mit Mehrwertsteuer171,61 €

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommen einmal 50 € Notdienstgebühr. Jede Nummer findest du in der GOT-Tabelle mit allen 1.005 Gebühren.

Alle Sätze auf einen Blick

SatzMit Mehrwertsteuer
1-facher Satz171,61 €
2-facher Satz343,22 €
3-facher Satz514,83 €
Notdienst, 2-fach plus 50 € Notdienstgebühr402,72 €
Notdienst, höchstens 4-fach plus 50 €745,94 €

Dazu kommen, je nach Praxis und Tier: Narkosemittel, Auswertung durch den Zuchtverband, Chip ablesen und Bescheinigung. Diese Posten sind in der Rechnung oben nicht enthalten.

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz plus Notdienstgebühr, das ergibt 402,72 €. Mit dem 4-fachen Satz im Notdienst sind es 745,94 €. Narkosemittel und Material berechnet die Praxis laut GOT zusätzlich. Die Auswertung durch den Zuchtverband kostet ebenfalls extra.

Worum es geht

HD steht für Hüftgelenksdysplasie, eine Fehlbildung des Hüftgelenks. ED steht für Ellbogendysplasie, eine Fehlbildung im Ellbogengelenk. Beide sind bei vielen mittelgroßen und großen Rassen bekannt. Beim HD-Röntgen und ED-Röntgen macht die Tierarztpraxis Aufnahmen von Hüfte und Ellbogen in genau festgelegten Lagen. Meist geschieht das für die Zucht: Viele Zuchtverbände verlangen diese Auswertung, bevor ein Hund zur Zucht zugelassen wird. Die Aufnahmen zählen erst ab einem Mindestalter, das der jeweilige Verband festlegt. Manche Halter lassen auch ohne Zuchtpläne röntgen, etwa vor dem Einstieg in den Hundesport. Ob das bei deinem Hund sinnvoll ist, klärt die Tierarztpraxis mit dir.

So läuft es ab

Meist bittet die Praxis darum, dass dein Hund vor dem Termin nichts frisst, weil er in Narkose gelegt wird. Zuerst gibt es die Untersuchung und Beratung. Dabei liest die Praxis den Chip ab, damit die Bilder eindeutig deinem Hund zugeordnet sind. Dann folgt die Narkose über die Vene, also eine Spritze direkt ins Blutgefäß. Sie sorgt dafür, dass die Muskeln locker sind und der Hund ruhig in der vorgeschriebenen Lage liegt. Es entstehen die erste und zweite Röntgenaufnahme, dazu zwei weitere Aufnahmen der Ellbogen. Nach dem Aufwachen darfst du deinen Hund meist am selben Tag wieder mitnehmen. Die Bilder schickt die Praxis anschließend an den Zuchtverband.

Was die Rechnung teurer macht

Der größte Unterschied entsteht durch den Satz. Das ist der Faktor, mit dem die Praxis die Gebühren der GOT malnimmt. Erlaubt ist der 1-fache bis 3-fache Satz, je nach Aufwand und Schwierigkeit. Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommt eine Notdienstgebühr von 50 €. Ein großer, schwerer Hund braucht mehr Narkosemittel, und das wird extra berechnet. Liegen die Gelenke auf den ersten Bildern nicht exakt, muss die Praxis erneut röntgen, was weitere Aufnahmen kostet. Kliniken rechnen oft höhere Sätze ab als kleine Praxen. Zusätzlich fallen die Gebühr für die Auswertung durch den Zuchtverband sowie das Ablesen des Chips mit Bescheinigung an. Wacht der Hund schlecht auf oder braucht er länger Überwachung, kommen Kosten für Infusion und Material hinzu.

Zahlt eine Versicherung?

HD-Röntgen und ED-Röntgen für die Zucht sind planbar, deshalb zahlen Hundeversicherungen sie meist nicht. Eine OP-Versicherung deckt in der Regel nur Operationen, eine Krankenversicherung eher Behandlungen wegen einer Erkrankung. Zeigt dein Hund bereits Beschwerden und sind die Aufnahmen medizinisch notwendig, kann das je nach Tarif anders aussehen. Viele Tarife haben eine Wartezeit nach Vertragsbeginn. Eine schon bekannte Dysplasie ist häufig ausgeschlossen oder nur eingeschränkt versichert, je nach Tarif.

Mehr dazuZahlt die OP-Versicherung Kastration und Zahnbehandlung?Hunde-OP-Versicherung: Was sie zahlt und was nicht

Was kann bei deinem Hund auf dich zukommen? Vier kurze Fragen, danach siehst du, welche Rechnungen bei deinem Tier typisch sind und worauf du beim Absichern achtest.

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Rassen, bei denen das häufiger vorkommt

Häufige Fragen

Was kostet HD-Röntgen beim Hund?

In unserer Beispielrechnung nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) kostet HD-Röntgen zusammen mit ED-Röntgen 171,61 € im 1-fachen Satz, 343,22 € im 2-fachen und 514,83 € im 3-fachen Satz. Enthalten sind Untersuchung, Narkose über die Vene und vier Aufnahmen. Narkosemittel und die Auswertung durch den Zuchtverband kommen noch dazu.

Muss ein Hund für das HD-Röntgen in Narkose?

Für das offizielle HD-Röntgen und ED-Röntgen verlangen Zuchtverbände in der Regel eine Narkose oder eine tiefe Beruhigung. Nur mit lockeren Muskeln lässt sich der Hund genau in die vorgeschriebene Lage bringen. In der Beispielrechnung ist deshalb eine Narkose über die Vene enthalten. Die Narkosemittel berechnet die Praxis zusätzlich. Welche Form passt, bespricht die Tierarztpraxis mit dir.

Wer bezahlt die Auswertung der HD-Aufnahmen?

Die Auswertung durch den Zuchtverband gehört nicht zur Tierarztrechnung. Der Verband oder sein Gutachter stellt dafür eine eigene Gebühr in Rechnung, die du als Halter trägst. Wie hoch sie ist, legt der jeweilige Verband fest. In unserer Beispielrechnung ist sie deshalb nicht enthalten, ebenso wenig wie Narkosemittel und das Ablesen des Chips mit Bescheinigung.

Ab welchem Alter kann man einen Hund auf HD röntgen lassen?

Für die offizielle Zuchtauswertung legt jeder Zuchtverband ein Mindestalter fest. Bei vielen Rassen liegt es bei etwa zwölf Monaten, bei großen Rassen teils später. Aufnahmen vor diesem Alter zählen für die Zucht meist nicht. Welches Alter für deinen Hund gilt, steht in der Zuchtordnung des Verbands, und auch die Tierarztpraxis kann es dir sagen.

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