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Ist eine Hunde-OP-Versicherung sinnvoll? Beitrag gegen Kosten gerechnet

Ob eine Hunde-OP-Versicherung sinnvoll ist, lässt sich nur für deine Lage durchrechnen. Dazu stellst du die Beiträge über die Jahre, für einen jungen Hund meist 7 bis 26 € im Monat, den möglichen OP-Kosten gegenüber.

Rechenbeispiel Beitrag gegen Rechnung

  • OP-Versicherung über fünf JahreBeitrag für einen jungen Hund420 bis 1.560 €
  • Eine Kreuzband-OP im 3-fachen Satzohne Implantate und Medikamente2.024,98 €

Wie oft eine OP nötig wird, weiß vorher niemand. Das Beispiel zeigt nur die Größenordnung beider Seiten.

Zum Vergleich: Eine Kreuzband-OP im 3-fachen Satz kommt laut GOT auf 2.024,98 €. Außerdem zählen deine Rücklagen.

Was „sinnvoll“ bei einer Versicherung heißt

Eine Versicherung verteilt Kosten. Du zahlst regelmäßig einen festen Beitrag. Kommt es zu einer versicherten OP, erstattet der Versicherer die Rechnung ganz oder zum Teil.

Über alle Versicherten gerechnet muss ein Versicherer mehr einnehmen, als er auszahlt, denn er bezahlt auch Verwaltung und Vertrieb. Für einzelne Halter kann die Rechnung trotzdem anders ausgehen. Das hängt davon ab, ob bei ihrem Hund eine teure OP anfällt, wann das passiert und wie hoch die Rechnung ist.

Beim Abschluss weiß das niemand. Deshalb gibt es auf die Frage nach dem Sinn keine allgemeine Antwort. Du kannst aber nachrechnen, wie sich Beiträge und mögliche Kosten zueinander verhalten, und prüfen, welche Summen du aus eigenem Geld tragen könntest. Eine Empfehlung für oder gegen einen Abschluss ist damit nicht verbunden.

Die Beitragsseite über mehrere Jahre

Der Monatsbeitrag für einen jungen Hund liegt meist bei 7 bis 26 €. Mal zwölf genommen ergibt das den Jahresbeitrag. Über acht Jahre sind es 96 Monatsbeiträge, über zwölf Jahre 144.

Dabei bleibt der Beitrag oft nicht gleich. Viele Tarife erhöhen ihn, wenn der Hund älter wird, manche in festen Stufen, manche jährlich. Eine Schätzung über viele Jahre fällt deshalb höher aus, als der erste Monatsbeitrag vermuten lässt.

Zur Beitragsseite gehört auch die Selbstbeteiligung. Sie senkt den monatlichen Beitrag, dafür trägst du bei jeder OP einen Teil selbst. Setzt du den günstigeren Beitrag mit Selbstbeteiligung an, musst du diesen Teil bei jeder möglichen OP wieder abziehen. Nur so bleiben beide Seiten der Rechnung vergleichbar.

Die Kostenseite: Beispiele nach GOT

Auf der anderen Seite stehen mögliche OP-Kosten. Die GOT, die Gebührenordnung für Tierärzte, liefert dafür feste Beispielwerte. Der 1-fache Satz ist der Grundbetrag, der 3-fache Satz die Obergrenze außerhalb des Notdienstes, abgesehen von begründeten Einzelfällen.

Eine Kreuzband-OP liegt bei 674,99 € im 1-fachen Satz, im 3-fachen Satz bei 2.024,98 €. Eine OP wegen eines verschluckten Fremdkörpers kostet 608,14 € und 1.824,41 €. Eine OP bei Patellaluxation, also wenn die Kniescheibe aus ihrer Führung rutscht, kostet 599,70 € und 1.799,10 €. Die OP eines Bandscheibenvorfalls liegt bei 919,23 € und 2.757,68 €.

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu 50 € Gebühr. Eine OP bei Magendrehung beginnt dort bei 1.584,79 €. Medikamente, Material, Implantate und Fremdlabor kommen bei allen Beispielen dazu.

Beispielrechnung über acht Jahre

Angenommen, in acht Jahren fallen zwei OPs an, eine am Kreuzband und eine wegen eines Fremdkörpers, beide im 3-fachen Satz. Das ergibt 2.024,98 € plus 1.824,41 €, zusammen 3.849,39 €.

Ein Tarif bis zum 3-fachen Satz übernimmt beide Leistungen, abzüglich einer Selbstbeteiligung. Bei einer Grenze beim 2-fachen Satz sind es höchstens 2.566,26 €. Dann bleiben 1.283,13 € bei dir, dazu Medikamente und Material.

Diese Erstattung legst du neben 96 Monatsbeiträge von 7 bis 26 €. Sind die Beiträge zusammen niedriger als die Erstattung, ist die Rechnung in diesem Beispiel zu deinen Gunsten ausgegangen. Fällt in den acht Jahren keine OP an, stehen den Beiträgen keine Erstattungen gegenüber. Welcher Fall eintritt, lässt sich vorher nicht bestimmen.

Wovon die Rechnung abhängt

Ein Punkt sind deine Rücklagen. Manche Halter können eine Rechnung von 2.287,94 € für eine OP bei Magendrehung im 3-fachen Satz aus eigenem Geld zahlen, andere nicht. Wer eine solche Summe nicht auf einmal aufbringen kann, bewertet die Versicherung anders als jemand mit Ersparnissen.

Ein zweiter Punkt ist das Alter beim Abschluss. Bei einem jungen Hund sind in der Regel weniger Vorerkrankungen bekannt und damit weniger Bereiche ausgeschlossen. Mit dem Alter steigen oft der Beitrag und die Zahl der Ausschlüsse.

Ein dritter Punkt ist die Abrechnung deiner Praxis. Rechnet sie häufig im höheren Satz ab, erstattet ein Tarif bis zum 2-fachen Satz spürbar weniger.

Manche Halter legen den Betrag des Beitrags stattdessen jeden Monat zurück. Das Geld bleibt dann frei verfügbar, reicht in den ersten Jahren aber nur für kleinere Rechnungen.

Grenzen, die in die Rechnung gehören

Nicht jede OP wird erstattet. In den ersten rund 30 Tagen nach dem Abschluss sind Krankheiten meist noch nicht versichert. Was vor dem Abschluss schon bekannt war, nehmen viele Tarife aus. Beides verringert die Erstattung, die du in deiner Rechnung ansetzen kannst.

Die Jahreshöchstleistung begrenzt, was der Tarif in einem Versicherungsjahr zahlt. Fallen zwei teure OPs in dasselbe Jahr, kann diese Grenze erreicht werden.

Hinzu kommt das Kündigungsrecht nach einem Schadensfall. Nach einer erstatteten OP dürfen bei vielen Verträgen beide Seiten kündigen. Wird der Vertrag danach beendet, fehlen die Erstattungen für spätere Jahre, und ein neuer Tarif kann die behandelte Erkrankung ausschließen. Auch diese Möglichkeit gehört in die Rechnung, wenn du Beiträge und Kosten über viele Jahre vergleichst.

Tarife vergleichen

Wir vermitteln keine Versicherung und empfehlen keinen Tarif. Wenn du vergleichst, achte auf den erstatteten Gebührensatz, die Wartezeit, die Jahreshöchstleistung und darauf, was bei bekannten Erkrankungen gilt.

Was kann bei deinem Hund auf dich zukommen? Vier kurze Fragen zu deinem Tier, danach siehst du typische Rechnungen, den typischen Beitrag und deine persönliche Prüfliste für den Vergleich.

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Häufige Fragen

Ist eine OP-Versicherung für Hunde sinnvoll?

Das hängt von deiner Lage ab und lässt sich nicht allgemein beantworten. Eine Rolle spielen deine Rücklagen, das Alter deines Hundes beim Abschluss, der Gebührensatz des Tarifs und die Höhe des Beitrags. Für eine OP bei Magendrehung sind es laut GOT im 3-fachen Satz 2.287,94 €. Ob du so eine Summe selbst tragen möchtest, entscheidest du.

Wie rechne ich aus, ob sich eine Hunde-OP-Versicherung rechnet?

Nimm den Monatsbeitrag mal zwölf und mal die Jahre, die du betrachten willst, und rechne einen Anstieg mit dem Alter ein. Daneben legst du mögliche OP-Kosten nach GOT, abzüglich Selbstbeteiligung und Erstattungsgrenze. Als Beispiel dient eine Kreuzband-OP mit 2.024,98 € im 3-fachen Satz. Wie viele OPs anfallen, weiß vorher niemand.

Was passiert mit den Beiträgen, wenn mein Hund nie operiert wird?

Dann bekommst du die Beiträge in der Regel nicht zurück. Eine OP-Versicherung zahlt nur im Schadensfall, eine Rückzahlung ohne Schaden sehen die meisten Tarife nicht vor. Du hattest dafür in dieser Zeit einen Anspruch auf Erstattung, falls eine OP nötig geworden wäre. Die Beiträge sind der Preis für diesen Anspruch.

Ist eine OP-Versicherung für einen älteren Hund sinnvoll?

Das lässt sich nur im Einzelfall einschätzen. Für ältere Hunde ist der Beitrag bei vielen Tarifen höher, bekannte Erkrankungen sind oft ausgeschlossen, und ab einem bestimmten Eintrittsalter ist kein neuer Vertrag mehr möglich. Dem stehen mögliche OP-Kosten gegenüber, etwa 2.757,68 € für eine Bandscheiben-OP im 3-fachen Satz.

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