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Chip setzen beim Hund Kosten nach der Gebühren­ordnung für Tierärzte

Einen Hund chippen zu lassen kostet in der Beispielrechnung 46,84 € im 1-fachen, 93,68 € im 2-fachen und 140,52 € im 3-fachen Satz. Die Rechnung nutzt typische Posten der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT).

Australian Shepherd
1-facher Satz47 €untere Grenze der GOT
2-facher Satz94 €mittlerer Satz
3-facher Satz141 €obere Grenze ohne Begründung
Im Notdienstab 153 €nachts, am Wochenende, an Feiertagen

Zusammensetzung der Rechnung 1-facher Satz

Gebührensatz wählen
  • Untersuchung und BeratungGOT Nr. 1623,62 €
  • Chip einsetzenGOT Nr. 23810,24 €
  • DokumentationGOT Nr. 2395,50 €
  • Mehrwertsteuer19 % auf die Summe der Gebühren7,48 €
Zusammen mit Mehrwertsteuer46,84 €

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommen einmal 50 € Notdienstgebühr. Jede Nummer findest du in der GOT-Tabelle mit allen 1.005 Gebühren.

Alle Sätze auf einen Blick

SatzMit Mehrwertsteuer
1-facher Satz46,84 €
2-facher Satz93,68 €
3-facher Satz140,52 €
Notdienst, 2-fach plus 50 € Notdienstgebühr153,18 €
Notdienst, höchstens 4-fach plus 50 €246,85 €

Dazu kommen, je nach Praxis und Tier: der Chip selbst, Eintrag in ein Haustierregister (oft kostenlos). Diese Posten sind in der Rechnung oben nicht enthalten.

Der Satz ist der Faktor, mit dem die Praxis ihre Gebühren berechnet. Im Notdienst würden 153,18 € im 2-fachen und 246,85 € im 4-fachen Satz anfallen. Der Chip selbst ist in diesen Beträgen nicht enthalten und wird zusätzlich berechnet.

Worum es geht

Ein Mikrochip ist ein winziger Funkchip in einer Glashülle, etwa so groß wie ein Reiskorn. Er trägt eine 15-stellige Nummer, die sich mit einem Lesegerät auslesen lässt. Die Praxis setzt ihn unter die Haut, beim Hund meist an der linken Halsseite. Tierärzte chippen Hunde oft schon im Welpenalter. Für Reisen in andere EU-Länder ist der Chip zusammen mit dem EU-Heimtierausweis Pflicht, und in mehreren Bundesländern gilt eine Kennzeichnungspflicht. Damit ein gefundener Hund seinem Halter zugeordnet werden kann, wird die Nummer in einem Haustierregister hinterlegt. Ob und wann dein Hund gechippt wird, besprichst du mit deiner Tierarztpraxis.

So läuft es ab

Zuerst schaut sich die Tierärztin deinen Hund an und klärt offene Fragen (GOT 16). Dann liest sie mit einem Lesegerät aus, ob schon ein Chip vorhanden ist. Das Einsetzen selbst geht schnell: Mit einer Kanüle, also einer etwas dickeren Hohlnadel, schiebt sie den Chip unter die Haut (GOT 238). Eine Narkose braucht es dafür in der Regel nicht. Danach prüft sie mit dem Lesegerät, ob der Chip funktioniert, und hält die Nummer schriftlich fest (GOT 239). Die Nummer landet im Heimtierausweis oder im Impfpass. Die Eintragung in ein Haustierregister kannst du danach selbst erledigen, manche Praxen übernehmen das für dich.

Was die Rechnung teurer macht

Wie viel du zahlst, hängt vor allem vom Satz ab. Nach GOT darf die Praxis das 1- bis 3-fache der einfachen Gebühr verlangen. Im Notdienst, der beim Chippen kaum vorkommt, wären es mindestens 2-fach und bis zu 4-fach sowie 50 € Notdienstgebühr. Kliniken und Praxen haben unterschiedliche Preise. Größe und Gewicht spielen beim Chip kaum eine Rolle, der Eingriff ist bei jedem Hund ähnlich. Wird der Chip zusammen mit einer Impfung gesetzt, fällt die Untersuchung oft nur einmal an. Nicht enthalten sind der Chip selbst und der Eintrag in ein Haustierregister. Dieser Eintrag ist oft kostenlos. Stellt die Praxis gleichzeitig einen EU-Heimtierausweis aus, kommt auch dieser auf die Rechnung.

Zahlt eine Versicherung?

Das Chippen ist eine planbare Maßnahme und wird deshalb von OP- und Krankenversicherungen meist nicht übernommen. Einige Hundekrankenversicherungen zahlen je nach Tarif einen jährlichen Vorsorgebetrag, der teils auch für einen Chip genutzt werden kann. Für solche Leistungen kann eine Wartezeit nach Vertragsbeginn gelten. Bekannte Erkrankungen haben mit dem Chip nichts zu tun, sind bei vielen Tarifen aber für spätere Behandlungen ausgeschlossen.

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Was kann bei deinem Hund auf dich zukommen? Vier kurze Fragen, danach siehst du, welche Rechnungen bei deinem Tier typisch sind und worauf du beim Absichern achtest.

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Häufige Fragen

Was kostet es, einen Hund chippen zu lassen?

In der Beispielrechnung nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) kostet das Chippen 46,84 € im 1-fachen, 93,68 € im 2-fachen und 140,52 € im 3-fachen Satz. Darin sind Untersuchung, Einsetzen und Dokumentation enthalten. Der Chip wird zusätzlich berechnet. Der Eintrag in ein Haustierregister ist häufig kostenlos.

Kann man den Chip beim Hund zusammen mit der Impfung setzen lassen?

Ja, das bieten Praxen häufig an. Dann fällt die Untersuchung oft nur einmal an, und du sparst einen Termin. Auf der Rechnung stehen die Posten für Impfung und Chip nebeneinander, dazu kommen Impfstoff und Chip als Material. Wie deine Praxis das abrechnet, kannst du vorher erfragen.

Ist Chippen beim Hund Pflicht?

Eine bundesweite Pflicht gibt es nicht. Mehrere Bundesländer schreiben aber eine Kennzeichnung per Chip vor, zum Teil nur für bestimmte Hunde. Für Reisen in andere EU-Länder ist der Chip zusammen mit dem EU-Heimtierausweis nötig. Welche Regeln an deinem Wohnort gelten, erfährst du bei deiner Gemeinde oder deiner Tierarztpraxis.

Zahlt die Versicherung das Chippen beim Hund?

Meist nicht, denn das Chippen ist planbar und keine Behandlung einer Krankheit. Eine OP-Versicherung zahlt dafür nicht. Einzelne Hundekrankenversicherungen bieten je nach Tarif ein Vorsorgebudget, das auch für einen Chip gelten kann. Ob das in deinem Vertrag steht und ob eine Wartezeit gilt, siehst du in den Bedingungen.

Kostet Hund chippen in der Großstadt mehr als auf dem Land?

Die Gebührenordnung gilt in ganz Deutschland gleich, in Berlin, Hamburg oder München genauso wie in einer kleinen Landpraxis. Unterschiede entstehen durch den Satz, den die Praxis wählt, und durch Medikamente und Material. Die tierärztliche Leistung liegt deshalb überall zwischen 46,84 € und 140,52 € mit Mehrwertsteuer, im Notdienst ab 153,18 €.

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