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Hufrehe beim Pferd Kosten nach der Gebühren­ordnung für Tierärzte

Die erste Behandlung einer Hufrehe beim Pferd kostet in unserer Beispielrechnung 292,10 € im einfachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Im zweifachen Satz sind es 584,19 €, im dreifachen 876,29 €.

Ein Pferd
1-facher Satz292 €untere Grenze der GOT
2-facher Satz584 €mittlerer Satz
3-facher Satz876 €obere Grenze ohne Begründung
Im Notdienstab 644 €nachts, am Wochenende, an Feiertagen

Zusammensetzung der Rechnung 1-facher Satz

Gebührensatz wählen
  • Hausbesuch im StallGOT Nr. 4034,50 €
  • Untersuchung und BeratungGOT Nr. 430,78 €
  • Röntgen der HufeGOT Nr. 166, 2 mal53,06 €
  • zwei weitere AufnahmenGOT Nr. 167, 2 mal36,06 €
  • Zuschlag für Röntgen im StallGOT Nr. 16830,78 €
  • HuforthopädieGOT Nr. 88248,78 €
  • SpritzeGOT Nr. 21211,50 €
  • Mehrwertsteuer19 % auf die Summe der Gebühren46,64 €
Zusammen mit Mehrwertsteuer292,10 €

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommen einmal 50 € Notdienstgebühr. Der Hausbesuch im Stall ist eingerechnet. Für die Anfahrt kommt Wegegeld dazu, nach der GOT 3,50 € je Doppelkilometer und mindestens 13 €. Jede Nummer findest du in der GOT-Tabelle mit allen 1.005 Gebühren.

Alle Sätze auf einen Blick

SatzMit Mehrwertsteuer
1-facher Satz292,10 €
2-facher Satz584,19 €
3-facher Satz876,29 €
Notdienst, 2-fach plus 50 € Notdienstgebühr643,69 €
Notdienst, höchstens 4-fach plus 50 €1.227,89 €

Dazu kommen, je nach Praxis und Tier: Schmerzmittel, Hufschmied mit Spezialbeschlag, Wegegeld für die Anfahrt. Diese Posten sind in der Rechnung oben nicht enthalten.

Gerechnet sind Untersuchung, vier Röntgenaufnahmen der Hufe im Stall, eine Entlastung der Hufe und eine Spritze. Schmerzmittel, Hufschmied und Anfahrt kommen dazu. Weil Hufrehe oft plötzlich auftritt, ist auch der Notdienst gerechnet: 643,69 € bis 1.227,89 €.

Worum es geht

Hufrehe ist eine Entzündung der Huflederhaut, also der Schicht, die das Hufbein mit der Hornkapsel verbindet. Wird diese Verbindung geschwächt, kann sich das Hufbein im Huf senken oder drehen. Betroffene Pferde stehen oft mit nach vorn gestellten Vorderbeinen, gehen steif und vorsichtig und haben warme Hufe. Häufige Auslöser sind zu viel Zucker im Frühjahrsgras, Übergewicht, Hormonerkrankungen älterer Pferde und schwere Entzündungen im Körper. Tierärzte behandeln Hufrehe mit Schmerzmitteln, Entlastung der Hufe und einer Anpassung der Fütterung. Röntgenbilder zeigen, ob sich das Hufbein verschoben hat. Wie die Behandlung bei deinem Pferd aussieht, besprichst du mit deiner Tierarztpraxis.

So läuft es ab

Meist kommt die Tierärztin zu dir in den Stall. Sie untersucht dein Pferd, fühlt den Puls an den Hufen und bespricht mit dir das Vorgehen, abgerechnet nach GOT 4. Um zu sehen, ob sich das Hufbein verschoben hat, macht sie Röntgenaufnahmen: Die ersten beiden werden nach GOT 166 berechnet, zwei weitere nach GOT 167. Für das Röntgen im Stall kommt ein Zuschlag nach GOT 168 dazu. Anschließend werden die Hufe entlastet, zum Beispiel mit Polstern oder einem Hufverband. Das steht als Huforthopädie nach GOT 882 auf der Rechnung, also als Behandlung am Huf selbst. Über eine Spritze nach GOT 212 bekommt dein Pferd ein Schmerzmittel direkt verabreicht. Später passt ein Hufschmied oft einen Spezialbeschlag an.

Was die Rechnung teurer macht

Hufrehe braucht selten nur einen Termin. Häufig folgen Kontrollen mit neuen Röntgenbildern, jeweils mit Untersuchung, Aufnahmen und Stallzuschlag. Schmerzmittel bekommt dein Pferd oft über Wochen, sie stehen nicht in der Beispielrechnung. Auch der Hufschmied mit Spezialbeschlag oder Reheschuhen rechnet eigens ab und kommt meist mehrmals. Die Anfahrt zum Stall wird je nach Entfernung berechnet. Tritt die Rehe am Wochenende oder nachts auf und wird sofort behandelt, gilt der Notdienst mit mindestens doppeltem Satz, bis zum Vierfachen, plus 50 € Notdienstgebühr. Ein schweres Pferd braucht mehr Medikament als ein Pony. Liegt eine Stoffwechselerkrankung zugrunde, kommen Bluttests im Fremdlabor und eine längere Behandlung dazu. Beim Satz reicht die Spanne vom Einfachen bis zum Dreifachen, je nach Aufwand.

Zahlt eine Versicherung?

Hufrehe gilt als Erkrankung, die eine Krankenversicherung für Pferde übernehmen kann, je nach Tarif. Eine reine OP-Versicherung zahlt nur, wenn operiert wird, was bei Hufrehe selten ist. Leistungen gibt es erst, wenn die Wartezeit nach Vertragsbeginn verstrichen ist. Hatte dein Pferd schon vor Vertragsbeginn einen Reheschub, schließen viele Versicherungen weitere Schübe als Vorerkrankung aus. Ob Hufschmied und Spezialbeschlag erstattet werden, ist unterschiedlich geregelt, manche Tarife zahlen nur die Tierarztrechnung.

Mehr dazuPferde-OP-Versicherung: Kolik, Klinik und Alter

Was kann bei deinem Pferd auf dich zukommen? Drei kurze Fragen, danach siehst du, welche Rechnungen bei deinem Tier typisch sind und worauf du beim Absichern achtest.

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Häufige Fragen

Was kostet die Behandlung von Hufrehe beim Pferd?

Für den ersten Termin mit Untersuchung, vier Röntgenbildern im Stall, Hufentlastung und einer Spritze nennt unsere Beispielrechnung 292,10 € im einfachen, 584,19 € im zweifachen und 876,29 € im dreifachen Satz der GOT. Schmerzmittel, Hufschmied und Anfahrt sind nicht eingerechnet. Folgetermine stehen auf eigenen Rechnungen.

Wie teuer ist der Tierarzt bei Rehe im Notdienst?

Wird ein Pferd mit Rehe nachts, am Wochenende oder an einem Feiertag behandelt, gilt mindestens der zweifache Satz, bis zum Vierfachen, dazu die Notdienstgebühr von 50 €. Die Beispielrechnung kommt dann auf 643,69 € bis 1.227,89 €. Anfahrt, Schmerzmittel und Hufschmied sind darin noch nicht enthalten.

Was kostet ein Rehebeschlag beim Hufschmied?

Der Hufschmied gehört nicht zur Tierarztrechnung und steht deshalb nicht in unserer Beispielrechnung. Er berechnet Spezialbeschlag oder Reheschuhe nach eigenen Preisen. Oft sind mehrere Termine nötig, bis sich der Huf stabilisiert hat. Viele Tierärzte und Hufschmiede stimmen sich dabei ab, damit die Röntgenbilder für den Beschlag genutzt werden können.

Zahlt die Pferdeversicherung bei Hufrehe?

Eine Krankenversicherung für Pferde übernimmt die Behandlung einer Hufrehe häufig, je nach Tarif, sobald die Wartezeit abgelaufen ist. Eine OP-Versicherung zahlt dagegen meist nicht, weil selten operiert wird. Gab es schon vor Vertragsbeginn einen Reheschub, gilt die Rehe oft als Vorerkrankung und ist ausgeschlossen.

Wie viele Röntgenbilder braucht man bei Hufrehe?

In unserer Beispielrechnung sind vier Aufnahmen gerechnet: die ersten beiden nach GOT 166, zwei weitere nach GOT 167, dazu ein Zuschlag für das Röntgen im Stall. Oft werden beide Vorderhufe von der Seite und von vorne aufgenommen. Wie viele Bilder bei deinem Pferd gemacht werden, entscheidet die Tierarztpraxis nach dem Befund.

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