Zum Inhalt springen

Katzen­kranken­versicherung Was der Vollschutz umfasst

Eine Katzenkrankenversicherung übernimmt je nach Tarif die Kosten für Untersuchungen, Blutwerte, Medikamente, ambulante Behandlungen und Operationen deiner Katze. Das betrifft auch Erkrankungen, die über lange Zeit behandelt werden, etwa an der Niere.

Rechenbeispiel Blasenentzündung bei der Katze und Blutbild bei der Katze

  • Blasenentzündung bei der Katze3-facher Satz409,05 €
  • Blutbild bei der Katze3-facher Satz168,29 €
  • Eine reine OP-Versicherung erstattetkeine Operation0,00 €
Bleibt bei dir ohne Vollschutz577,34 €

Tierärztliche Leistung nach der Gebührenordnung mit 19 % Mehrwertsteuer, ohne Medikamente und Material.

Eine junge Katze zu versichern kostet meist 11 bis 45 € im Monat. Bekannte Vorerkrankungen schließen viele Tarife aus.

Was eine Krankenversicherung für Katzen abdeckt

Eine Katzenkrankenversicherung wird oft Vollschutz genannt. Sie zahlt ambulante Behandlungen, also Besuche in der Praxis ohne Übernachtung, und Operationen. Dazu kommen je nach Tarif Röntgen, Ultraschall, Laborwerte, Medikamente und ein Aufenthalt in der Klinik.

Viele Tarife enthalten ein jährliches Budget für Vorsorge. Daraus werden zum Beispiel Impfungen, Wurmkuren oder eine jährliche Kontrolle bezahlt. Wie hoch dieses Budget ist, bestimmt der Tarif.

Im Unterschied zur OP-Versicherung zahlt der Vollschutz auch Behandlungen, auf die keine OP folgt. Bei einer Erkrankung, die über Monate oder Jahre behandelt wird, entstehen viele solcher Rechnungen. Mit einer reinen OP-Versicherung würdest du sie alle selbst tragen. Nicht versichert sind meist bekannte Vorerkrankungen, Futter und Pflegeprodukte.

Chronische Erkrankungen wie an der Niere

Chronisch heißt: Eine Erkrankung bleibt dauerhaft bestehen und wird immer wieder behandelt. Bei Katzen betrifft das zum Beispiel die Niere oder die Schilddrüse, auch Diabetes gehört dazu.

Für die Kosten bedeutet das: Oft gibt es keine einzelne große Rechnung, sondern viele kleinere. Dazu zählen Kontrollen der Blutwerte, Medikamente, Infusionen und Besuche in der Praxis. Über ein Jahr kommt so ein beträchtlicher Betrag zusammen.

Eine Katzenkrankenversicherung zahlt solche Behandlungen je nach Tarif, wenn die Erkrankung nach Vertragsbeginn und nach der Wartezeit festgestellt wurde. Spezialfutter ist in vielen Tarifen ausgeschlossen. Eine Grenze setzt die Jahreshöchstleistung. Gemeint ist die Summe, bis zu der ein Tarif in einem Versicherungsjahr erstattet. Bei einer Dauerbehandlung kann diese Grenze erreicht werden, danach zahlst du bis zum neuen Versicherungsjahr selbst.

Nach der Diagnose: Vertrag, Wechsel, Kündigung

Wird eine chronische Erkrankung festgestellt, während dein Vertrag läuft, gilt sie für diesen Vertrag nicht als Vorerkrankung. Der Tarif zahlt dann weiter nach seinen Bedingungen.

Anders ist es bei einem Wechsel. Ein neuer Versicherer fragt die Vorgeschichte ab. Eine bekannte Nierenerkrankung wird dort in der Regel ausgeschlossen, oder der Antrag wird abgelehnt. Ein Wechsel nach der Diagnose kann also bedeuten, dass genau diese Erkrankung nicht mehr versichert ist.

Viele Verträge enthalten ein Kündigungsrecht nach einem Schadensfall. Beide Seiten können dann nach einer erstatteten Rechnung kündigen, meist innerhalb einer Frist. Manche Tarife schränken dieses Recht für den Versicherer ein. Wie dein Tarif das regelt, steht in den Bedingungen im Abschnitt zur Kündigung.

Beispiel: Zahnsanierung mit Selbstbeteiligung

Nach der GOT, der Gebührenordnung für Tierärzte, kostet eine Zahnsanierung bei der Katze samt Mehrwertsteuer 295,00 € im 1-fachen Satz. Das ist der Grundpreis der Leistung. Im 3-fachen Satz sind es 885,00 €.

Angenommen, dein Tarif erstattet bis zum 3-fachen Satz und hat eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent. Dann zieht er von 885,00 € ein Fünftel ab, also 177,00 €. Erstattet werden 708,00 €. Medikamente und Material rechnet die Praxis extra ab, je nach Tarif gilt die Selbstbeteiligung auch dafür.

Erstattet der Tarif nur bis zum 2-fachen Satz, sind es höchstens 590,00 €. Davon gehen noch einmal 20 Prozent ab, also 118,00 €. Erstattet werden dann 472,00 €, und 413,00 € bleiben bei dir. Wie Zähne im Tarif geregelt sind, steht in den Bedingungen.

Mehrere Katzen versichern

Leben mehrere Katzen bei dir, wird in der Regel jede einzeln versichert. Jede Katze hat ihr eigenes Alter und ihre eigene Vorgeschichte. Daraus ergibt sich für jede ein eigener Beitrag, und es können eigene Ausschlüsse gelten.

Manche Versicherer geben einen Nachlass, wenn mehrere Tiere bei ihnen versichert sind. Ob und in welcher Höhe es ihn gibt, steht in den Tarifunterlagen. Für junge Katzen liegt der Beitrag meist bei 11 bis 45 € je Tier und Monat. Bei zwei Katzen zahlst du ihn also zweimal.

Auch die möglichen Kosten zählen je Tier. Werden zwei Katzen im selben Jahr an den Zähnen saniert, sind das im 3-fachen Satz zusammen 1.770,00 €, ohne Medikamente und Material. Du kannst auch nur einzelne Katzen versichern, jeder Vertrag steht für sich.

Alter, Beitrag und viele kleine Rechnungen

Der Beitrag steigt bei vielen Tarifen, wenn die Katze älter wird. Manche Tarife haben feste Altersstufen, andere passen jedes Jahr an. Ältere Katzen können oft nur bis zu einem bestimmten Eintrittsalter neu versichert werden. Das ist die Altersgrenze für einen neuen Vertrag.

Bei chronischen Erkrankungen spielt die Art der Selbstbeteiligung eine Rolle. Ein Prozentsatz wird von jeder erstatteten Rechnung abgezogen, und bei vielen kleinen Rechnungen im Jahr summiert sich das. Ist ein fester Jahresbetrag vereinbart, trägst du Kosten bis zu dieser Summe selbst. Weitere Rechnungen im selben Jahr werden dann ohne diesen Abzug erstattet.

Ein weiterer Punkt ist der Gebührensatz. Erstattet der Tarif bis zum 3-fachen Satz, deckt er die übliche Spanne außerhalb des Notdienstes ab. Im Notdienst darf die Praxis bis zum 4-fachen Satz berechnen, dazu kommen 50 € Gebühr je Fall.

Tarife vergleichen

Wir vermitteln keine Versicherung und empfehlen keinen Tarif. Wenn du vergleichst, achte auf den erstatteten Gebührensatz, die Wartezeit, die Jahreshöchstleistung und darauf, was bei bekannten Erkrankungen gilt.

Was kann bei deiner Katze auf dich zukommen? Drei kurze Fragen zu deinem Tier, danach siehst du typische Rechnungen, den typischen Beitrag und deine persönliche Prüfliste für den Vergleich.

Check starten

Häufige Fragen

Zahlt die Katzenkrankenversicherung bei Nierenerkrankung?

Ja, wenn die Nierenerkrankung erst nach Vertragsbeginn und nach der Wartezeit festgestellt wird, zahlen viele Tarife die Behandlung nach ihren Bedingungen. War sie vorher bekannt, ist sie meist ausgeschlossen. Grenzen setzen die Jahreshöchstleistung und der versicherte Gebührensatz. Spezialfutter ist in vielen Tarifen nicht versichert.

Was kostet eine Katzenkrankenversicherung im Monat?

Der Beitrag für eine junge Katze liegt in der Krankenversicherung meist bei 11 bis 45 € im Monat. Ältere Katzen zahlen bei vielen Tarifen mehr. Den Preis verändern außerdem der Erstattungssatz, die Jahreshöchstleistung, ein Vorsorgebudget und die Selbstbeteiligung. Eine reine OP-Versicherung für Katzen kostet meist 4 bis 15 €, zahlt aber keine Behandlungen ohne OP.

Kann man mehrere Katzen in einer Versicherung versichern?

Meist wird jede Katze einzeln versichert, mit eigenem Beitrag und eigenen Gesundheitsfragen. Manche Versicherer führen mehrere Tiere in einem Vertrag oder geben einen Nachlass für das zweite Tier. Ob es das gibt, steht in den Tarifunterlagen. Den Beitrag von meist 11 bis 45 € zahlst du in der Regel für jede Katze.

Kann man eine kranke Katze noch versichern?

Oft ja, aber die bekannte Erkrankung ist dann meist vom Schutz ausgeschlossen. Manche Tarife lehnen den Antrag bei bestimmten Vorerkrankungen ganz ab. Neue Erkrankungen, die nach der Wartezeit auftreten, sind dagegen versichert, soweit die Bedingungen sie nicht ausschließen. Wichtig sind vollständige Angaben bei den Gesundheitsfragen.

Passend dazu

Was kann dein Tier kosten?Check starten