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MRT beim Hund Kosten nach der Gebühren­ordnung für Tierärzte

Ein MRT beim Hund kostet in der Beispielrechnung 1.006,91 € im 1-fachen, 2.013,81 € im 2-fachen und 3.020,72 € im 3-fachen Satz. Berechnet ist die Untersuchung in Narkose mit typischen Posten der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT).

Labrador Retriever
1-facher Satz1.007 €untere Grenze der GOT
2-facher Satz2.014 €mittlerer Satz
3-facher Satz3.021 €obere Grenze ohne Begründung
Im Notdienstab 2.073 €nachts, am Wochenende, an Feiertagen

Zusammensetzung der Rechnung 1-facher Satz

Gebührensatz wählen
  • Untersuchung und BeratungGOT Nr. 1623,62 €
  • InhalationsnarkoseGOT Nr. 33761,57 €
  • Narkoseüberwachung, 75 MinutenGOT Nr. 281, 5 mal60,95 €
  • MRTGOT Nr. 177700,00 €
  • Mehrwertsteuer19 % auf die Summe der Gebühren160,77 €
Zusammen mit Mehrwertsteuer1.006,91 €

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommen einmal 50 € Notdienstgebühr. Jede Nummer findest du in der GOT-Tabelle mit allen 1.005 Gebühren.

Alle Sätze auf einen Blick

SatzMit Mehrwertsteuer
1-facher Satz1.006,91 €
2-facher Satz2.013,81 €
3-facher Satz3.020,72 €
Notdienst, 2-fach plus 50 € Notdienstgebühr2.073,31 €
Notdienst, höchstens 4-fach plus 50 €4.087,13 €

Dazu kommen, je nach Praxis und Tier: Narkosemittel, Kontrastmittel. Diese Posten sind in der Rechnung oben nicht enthalten.

Der Satz gibt an, mit welchem Vielfachen die Klinik die einfache Gebühr berechnet. Im Notdienst ergeben sich 2.073,31 € im 2-fachen und 4.087,13 € im 4-fachen Satz. Narkosemittel und Kontrastmittel sind nicht enthalten.

Worum es geht

MRT steht für Magnetresonanztomografie. Das Gerät arbeitet mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen, nicht mit Röntgenstrahlen. Es liefert sehr genaue Schichtbilder von Weichteilen. Deshalb ist das MRT beim Hund vor allem für Gehirn, Rückenmark und Bandscheiben wichtig. Tierärzte setzen es zum Beispiel bei Lähmungen, Verdacht auf Bandscheibenvorfall, Krampfanfällen oder Verdacht auf Tumore im Kopf ein. Auch bei unklaren Lahmheiten an Gelenken wird es genutzt. MRT-Geräte gibt es fast nur in größeren Tierkliniken. Ob ein MRT für deinen Hund infrage kommt, besprichst du mit deiner Tierarztpraxis oder der Klinik.

So läuft es ab

Die Klinik untersucht deinen Hund zuerst und bespricht mit dir die Fragestellung (GOT 16). Für das MRT bekommt er eine Inhalationsnarkose, bei der er Narkosegas über einen Schlauch einatmet (GOT 337). Die Aufnahmen dauern länger als beim CT, die Beispielrechnung setzt deshalb 75 Minuten Narkoseüberwachung an (GOT 281). Der Hund liegt dabei in der Röhre des Geräts, Metall wie Halsband oder Geschirr bleibt draußen. Die Untersuchung selbst ist in der GOT unter 177 aufgeführt. Oft wird ein Kontrastmittel in die Vene gegeben, um Veränderungen besser zu sehen. Nach dem Aufwachen bleibt dein Hund meist noch eine Weile zur Beobachtung.

Was die Rechnung teurer macht

Weil die Grundgebühren beim MRT hoch sind, wirkt sich der Satz stark aus. In der Sprechzeit erlaubt die GOT das 1- bis 3-fache. Im Notdienst, zum Beispiel bei einer plötzlichen Lähmung am Wochenende, gilt das 2- bis 4-fache und eine Notdienstgebühr von 50 €. MRT-Untersuchungen finden fast nur in Kliniken statt, und dort liegen die Sätze oft höher. Bei einem großen, schweren Hund steigt der Bedarf an Narkose- und Kontrastmittel. Werden mehrere Regionen untersucht, etwa Kopf und Wirbelsäule, steigt die Rechnung. Zusätzlich berechnet die Klinik Narkosemittel und Kontrastmittel. Folgt direkt eine Operation, etwa wegen eines Bandscheibenvorfalls, kommen deren Kosten noch hinzu.

Zahlt eine Versicherung?

Ein MRT wird wegen einer Erkrankung gemacht, etwa bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall. Hundekrankenversicherungen zahlen es je nach Tarif, oft mit einer jährlichen Höchstgrenze. OP-Versicherungen übernehmen ein MRT meist nur, wenn es direkt zu einer versicherten Operation gehört. Fällt die Untersuchung in die Wartezeit nach Vertragsbeginn, zahlt der Versicherer oft nicht. Erkrankungen, die schon vorher bekannt waren, sind häufig ausgeschlossen.

Mehr dazuHunde-OP-Versicherung: Was sie zahlt und was nichtHundekrankenversicherung: So funktioniert der Vollschutz

Was kann bei deinem Hund auf dich zukommen? Vier kurze Fragen, danach siehst du, welche Rechnungen bei deinem Tier typisch sind und worauf du beim Absichern achtest.

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Häufige Fragen

Was kostet ein MRT beim Hund?

Die Beispielrechnung nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) kommt für ein MRT beim Hund auf 1.006,91 € im 1-fachen, 2.013,81 € im 2-fachen und 3.020,72 € im 3-fachen Satz. Enthalten sind Untersuchung, Inhalationsnarkose und 75 Minuten Überwachung. Narkose- und Kontrastmittel berechnet die Klinik zusätzlich. Die genaue Summe nennt dir die Klinik vorher.

Was kostet ein MRT beim Hund im Notdienst?

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz der GOT, dazu eine Notdienstgebühr von 50 €. In der Beispielrechnung kostet das MRT dann 2.073,31 € im 2-fachen und 4.087,13 € im 4-fachen Satz. Die Mittel für Narkose und Kontrast stehen extra auf der Rechnung. Das betrifft etwa plötzliche Lähmungen außerhalb der Sprechzeiten.

Warum ist ein MRT beim Hund so teuer?

Ein MRT-Gerät ist in Anschaffung und Betrieb sehr teuer und steht fast nur in Kliniken. Die Untersuchung dauert länger als ein CT, deshalb ist auch die Narkose länger. In der Beispielrechnung sind 75 Minuten Überwachung angesetzt. Dazu kommt Fachpersonal für Narkose und Auswertung. Die GOT sieht für das MRT deshalb eine hohe Grundgebühr vor.

Zahlt die Hundeversicherung ein MRT?

Hundekrankenversicherungen übernehmen ein MRT je nach Tarif, wenn es um eine Erkrankung geht. Viele Tarife haben dafür jährliche Obergrenzen. Eine OP-Versicherung zahlt meist nur, wenn das MRT eine versicherte Operation vorbereitet. War die Erkrankung vor Vertragsbeginn bekannt oder fällt die Untersuchung in die Wartezeit, gibt es oft kein Geld.

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