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Hunde-OP-Versicherung für ältere Hunde Eintritts­alter und Beitrag

Eine Hunde-OP-Versicherung für einen alten Hund ist oft nur bis zu einem bestimmten Eintrittsalter abschließbar, häufig bis 8 oder 10 Jahre. Danach nehmen viele Tarife keine Neuanträge mehr an.

Rechenbeispiel Tumor-OP beim Hund

  • Rechnung im 3-fachen SatzTumor-OP beim Hund1.174,07 €
  • Erstattung durch die Versicherungohne Vertrag, weil das Eintrittsalter überschritten ist0,00 €
Bleibt bei dir1.174,07 €

Tierärztliche Leistung nach der Gebührenordnung mit 19 % Mehrwertsteuer, ohne Medikamente und Material.

Wer schon versichert ist, bleibt je nach Tarif weiter versichert. Mit dem Alter steigt der Beitrag, und bekannte Erkrankungen sind meist ausgeschlossen.

Eintrittsalter: bis wann ein Abschluss möglich ist

Das Eintrittsalter ist das Alter, bis zu dem ein Versicherer einen Hund neu aufnimmt. Viele Tarife setzen die Grenze bei 8 Jahren, manche bei 10 Jahren. Einige nehmen ältere Hunde auf, dann oft mit eigenen Bedingungen. Das Alter zählt dabei meist am Tag des Vertragsbeginns.

Die Grenze gilt meist nur für den Neuabschluss. Ein Vertrag, der schon läuft, geht je nach Tarif auch nach dem achten oder zehnten Geburtstag weiter. Ein Hund, der jung aufgenommen wurde, kann so oft bis ins hohe Alter versichert bleiben.

Bei großen Rassen setzen manche Versicherer die Grenze früher an, weil diese Hunde im Schnitt kürzer leben. Welche Grenze für deinen Hund gilt, steht in den Aufnahmebedingungen des jeweiligen Tarifs.

Warum der Beitrag mit dem Alter steigt

Ältere Hunde werden im Schnitt häufiger operiert. Viele Tarife staffeln den Beitrag deshalb nach Altersgruppen. Mit dem Wechsel in eine höhere Gruppe steigt der Beitrag, oft jeweils zum Beginn eines neuen Versicherungsjahres. Wie hoch der Sprung zwischen zwei Stufen ist, zeigt die Beitragstabelle.

Wer einen jungen Hund versichert, zahlt für eine OP-Versicherung meist 7 bis 26 € im Monat. Bei einem Senior liegt der Beitrag je nach Tarif deutlich darüber. Dazu kommen allgemeine Anpassungen, wenn die Kosten in der Tiermedizin steigen, etwa durch eine neue Gebührenordnung.

Manche Tarife nennen die Altersstufen und die Beiträge dafür schon im Vertrag. Andere behalten sich Anpassungen vor. Für die Planung über viele Jahre macht das einen Unterschied, weil du beim zweiten Modell den späteren Beitrag noch nicht kennst.

Rechenbeispiel: Bandscheibenvorfall mit MRT

Eingriffe an der Wirbelsäule kommen bei älteren Hunden häufiger vor. Bei einem Bandscheibenvorfall drückt Material der Bandscheibe, also der Scheibe zwischen zwei Wirbeln, auf das Rückenmark. Vor der Operation wird oft ein MRT gemacht, eine Aufnahme im Magnetfeld, die das Rückenmark sichtbar macht.

Nach GOT kostet das MRT beim 3-fachen Satz 3.020,72 €, die Operation 2.757,68 €. Zusammen sind das 5.778,40 €, ohne Medikamente, Material und Fremdlabor.

Erstattet ein Tarif nur bis zum 2-fachen Satz, zahlt er für beides zusammen höchstens 3.852,26 €. Es bleiben 1.926,14 € bei dir. Ob das MRT überhaupt zur OP-Leistung zählt, ist je nach Tarif verschieden. Viele OP-Tarife zahlen Untersuchungen nur, wenn sie direkt mit der Operation zusammenhängen.

Jahreshöchstleistung und Selbstbeteiligung bei Senioren

Die Jahreshöchstleistung ist der Betrag, den ein Tarif in einem Versicherungsjahr höchstens zahlt. Bei älteren Hunden ist diese Grenze wichtiger, weil mehrere Eingriffe in einem Jahr eher vorkommen.

Im Beispiel oben kosten Bandscheibenvorfall und MRT im 3-fachen Satz schon 5.778,40 €. Liegt die Jahreshöchstleistung darunter, trägst du den Rest selbst, auch wenn der Tarif sonst bis zum 3-fachen Satz erstattet. Beide Grenzen zusammen bestimmen, wie viel von einer großen Rechnung tatsächlich erstattet wird.

Manche Tarife führen ab einem bestimmten Alter eine Selbstbeteiligung ein oder erhöhen sie. Die Selbstbeteiligung ist ein fester Betrag oder ein Prozentsatz, den du bei jeder Rechnung selbst zahlst. Diese Änderung steht meist schon in den Bedingungen und tritt automatisch ein, sobald dein Hund die Altersgrenze erreicht.

Kündigung nach einem Schaden im Alter

Viele Tarife erlauben beiden Seiten eine Kündigung nach einem Schadensfall. Der Versicherer kann den Vertrag also beenden, nachdem er eine Operation bezahlt hat. Dieses Recht gilt meist nur für einen begrenzten Zeitraum nach der Zahlung.

Bei einem jungen Hund ist ein Wechsel zu einem anderen Tarif dann meist möglich. Bei einem alten Hund wird es schwierig: Liegt er über dem Eintrittsalter, nimmt ein neuer Versicherer ihn oft nicht mehr auf. Und die Erkrankung, wegen der er operiert wurde, würde im neuen Vertrag als Vorerkrankung gelten.

Manche Tarife verzichten ausdrücklich auf das eigene Kündigungsrecht nach einem Schaden. Das steht dann in den Bedingungen. Bei älteren Hunden ist dieser Punkt einer der Unterschiede zwischen Tarifen, die sich im Beitrag kaum unterscheiden.

Was für Hunde über der Altersgrenze bleibt

Ist der Hund älter als das Eintrittsalter der meisten Tarife, bleibt die Auswahl klein. Einige Versicherer bieten eigene Tarife für Senioren an. Diese haben oft eine höhere Selbstbeteiligung, eine niedrigere Jahreshöchstleistung oder erstatten nur bis zum 2-fachen Satz. Manche verlangen vor der Aufnahme eine tierärztliche Untersuchung.

Ohne Versicherung zahlst du jede Rechnung selbst. Manche Halter legen dafür jeden Monat einen festen Betrag zurück. Das Geld steht dann für jede Behandlung bereit, auch bei bekannten Erkrankungen. Bei einem teuren Eingriff kurz nach Beginn des Sparens reicht es aber oft noch nicht.

Welche Eingriffe bei älteren Hunden anfallen können und was sie nach GOT kosten, findest du auf den Seiten zu den einzelnen Behandlungen.

Tarife vergleichen

Wir vermitteln keine Versicherung und empfehlen keinen Tarif. Wenn du vergleichst, achte auf den erstatteten Gebührensatz, die Wartezeit, die Jahreshöchstleistung und darauf, was bei bekannten Erkrankungen gilt.

Was kann bei deinem Hund auf dich zukommen? Vier kurze Fragen zu deinem Tier, danach siehst du typische Rechnungen, den typischen Beitrag und deine persönliche Prüfliste für den Vergleich.

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Häufige Fragen

Bis zu welchem Alter kann man eine Hunde-OP-Versicherung abschließen?

Viele Tarife nehmen Hunde bis 8 Jahre auf, manche bis 10 Jahre. Bei großen Rassen liegt die Grenze je nach Versicherer früher. Einige Anbieter haben eigene Tarife für ältere Hunde mit anderen Bedingungen. Die Altersgrenze gilt meist nur für den Abschluss, ein laufender Vertrag geht je nach Tarif weiter.

Wird die OP-Versicherung für Hunde im Alter teurer?

Ja, bei vielen Tarifen steigt der Beitrag mit dem Alter des Hundes. Oft ist er nach Altersgruppen gestaffelt und steigt beim Wechsel in die nächste Gruppe. Manche Tarife führen ab einem bestimmten Alter auch eine Selbstbeteiligung ein. Wie stark der Beitrag steigt, zeigt die Beitragstabelle des jeweiligen Tarifs.

Kann die Versicherung einem alten Hund nach einer OP kündigen?

Bei vielen Tarifen ja, denn beide Seiten haben nach einem Schadensfall ein Kündigungsrecht. Für einen alten Hund ist ein neuer Vertrag dann oft schwer zu bekommen, weil er über dem Eintrittsalter liegt und die operierte Erkrankung als Vorerkrankung gilt. Manche Tarife verzichten in den Bedingungen auf dieses Kündigungsrecht.

Zahlt die OP-Versicherung beim alten Hund die volle Rechnung?

Das hängt vom Tarif und vom Fall ab. Häufig begrenzen Jahreshöchstleistung, Selbstbeteiligung und der erstattete Gebührensatz die Zahlung. Bei Bandscheibenvorfall und MRT im 3-fachen Satz für 5.778,40 € zahlt ein Tarif bis zum 2-fachen Satz höchstens 3.852,26 €. Die Differenz von 1.926,14 € trägst du selbst. Ob Material und Medikamente erstattet werden, regelt der Tarif.

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