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Lahmheits­untersuchung beim Pferd Kosten nach der Gebühren­ordnung für Tierärzte

Eine Lahmheitsuntersuchung beim Pferd kostet in unserer Beispielrechnung 201,88 € im 1-fachen Satz, 403,77 € im 2-fachen Satz und 605,65 € im 3-fachen Satz. Enthalten sind die Untersuchung, zwei Röntgenaufnahmen und der Zuschlag für Röntgen im Stall, zusammengestellt aus typischen Posten der amtlichen Gebührenordnung für Tierärzte (GOT).

Ein Pferd
1-facher Satz202 €untere Grenze der GOT
2-facher Satz404 €mittlerer Satz
3-facher Satz606 €obere Grenze ohne Begründung
Im Notdienstab 463 €nachts, am Wochenende, an Feiertagen

Zusammensetzung der Rechnung 1-facher Satz

Gebührensatz wählen
  • Hausbesuch im StallGOT Nr. 4034,50 €
  • LahmheitsuntersuchungGOT Nr. 83751,31 €
  • erste und zweite RöntgenaufnahmeGOT Nr. 166, 2 mal53,06 €
  • Zuschlag für Röntgen im StallGOT Nr. 16830,78 €
  • Mehrwertsteuer19 % auf die Summe der Gebühren32,23 €
Zusammen mit Mehrwertsteuer201,88 €

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommen einmal 50 € Notdienstgebühr. Der Hausbesuch im Stall ist eingerechnet. Für die Anfahrt kommt Wegegeld dazu, nach der GOT 3,50 € je Doppelkilometer und mindestens 13 €. Jede Nummer findest du in der GOT-Tabelle mit allen 1.005 Gebühren.

Alle Sätze auf einen Blick

SatzMit Mehrwertsteuer
1-facher Satz201,88 €
2-facher Satz403,77 €
3-facher Satz605,65 €
Notdienst, 2-fach plus 50 € Notdienstgebühr463,27 €
Notdienst, höchstens 4-fach plus 50 €867,03 €

Dazu kommen, je nach Praxis und Tier: Leitungsanästhesien, je nach Befund, Ultraschall der Sehnen, je nach Befund, Wegegeld für die Anfahrt. Diese Posten sind in der Rechnung oben nicht enthalten.

Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz plus Notdienstgebühr, das sind 463,27 €. Mit dem 4-fachen Satz im Notdienst werden 867,03 € fällig. Leitungsanästhesien oder Ultraschall der Sehnen berechnet die Praxis je nach Befund zusätzlich, ebenso die Anfahrt.

Worum es geht

Eine Lahmheit bedeutet, dass ein Pferd ein Bein nicht gleichmäßig belastet und unregelmäßig geht. Bei der Lahmheitsuntersuchung sucht der Tierarzt, welches Bein betroffen ist und woher der Schmerz kommt. Das kann der Huf sein, ein Gelenk, eine Sehne oder ein Band. Tierärzte machen diese Untersuchung typischerweise, wenn ein Pferd plötzlich lahmt, nach einer Verletzung oder wenn es über längere Zeit taktunrein läuft. Taktunrein heißt, dass die Schritte nicht im gleichmäßigen Rhythmus kommen. Auch zur Untersuchung vor einem Pferdekauf gehört sie meist dazu. Welche Schritte nötig sind, entscheidet die Tierarztpraxis nach dem ersten Eindruck.

So läuft es ab

Zuerst schaut sich der Tierarzt das Pferd im Stand an, tastet die Beine ab und prüft die Hufe mit einer Hufzange. Dann wird das Pferd im Schritt und Trab vorgeführt, auf hartem Boden und oft auch an der Longe, also an einer langen Leine im Kreis. Bei Beugeproben hält der Tierarzt ein Gelenk eine Zeit lang gebeugt und lässt das Pferd direkt danach antraben. All das fällt unter den Posten Lahmheitsuntersuchung. In unserer Beispielrechnung folgen die erste und zweite Röntgenaufnahme mit Zuschlag für Röntgen im Stall. Bleibt unklar, woher der Schmerz kommt, setzt der Tierarzt Leitungsanästhesien. Dabei betäubt er gezielt einzelne Nerven und schaut, ob die Lahmheit verschwindet.

Was die Rechnung teurer macht

Zuerst entscheidet der Satz, also der Faktor, mit dem die Gebühren der GOT malgenommen werden. Die Praxis wählt zwischen dem 1-fachen und 3-fachen Satz. Im Notdienst werden mindestens der 2-fache Satz und 50 € Notdienstgebühr berechnet. Am stärksten steigt die Rechnung, wenn die Ursache nicht sofort klar ist. Jede Leitungsanästhesie ist ein eigener Posten, und oft braucht der Tierarzt mehrere nacheinander. Kommen Ultraschall der Sehnen oder weitere Röntgenaufnahmen dazu, wird es entsprechend teurer. Die Anfahrt zum Stall zahlst du immer extra. In einer Klinik gibt es mehr Technik, dafür fallen Transport und oft höhere Sätze an. Ist das Pferd unruhig, kommen eine Beruhigungsspritze und das Mittel dazu, bei einem schweren Pferd in größerer Menge.

Zahlt eine Versicherung?

Eine Lahmheitsuntersuchung ist meist nicht planbar, weil sie wegen Beschwerden stattfindet. Eine Pferde-Krankenversicherung übernimmt Untersuchung, Röntgen und Ultraschall je nach Tarif, oft mit Höchstbeträgen oder Selbstbeteiligung. Eine OP-Versicherung zahlt die Diagnose meist nur, wenn danach eine versicherte Operation folgt. Nach Vertragsbeginn gilt häufig eine Wartezeit. Ging das Pferd schon vor dem Abschluss lahm, ist diese Erkrankung oft ausgeschlossen, je nach Tarif. Untersuchungen für einen Kauf sind meist nicht versichert.

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Was kann bei deinem Pferd auf dich zukommen? Drei kurze Fragen, danach siehst du, welche Rechnungen bei deinem Tier typisch sind und worauf du beim Absichern achtest.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Lahmheitsuntersuchung beim Pferd?

Die Beispielrechnung nach der GOT ergibt für eine Lahmheitsuntersuchung mit zwei Röntgenaufnahmen im Stall 201,88 € im 1-fachen Satz, 403,77 € im 2-fachen und 605,65 € im 3-fachen Satz. Leitungsanästhesien und Ultraschall der Sehnen kommen je nach Befund hinzu. Die Anfahrt berechnet die Praxis ebenfalls extra.

Was ist eine Leitungsanästhesie beim Pferd?

Bei einer Leitungsanästhesie spritzt der Tierarzt ein Betäubungsmittel an einen bestimmten Nerv am Bein. Der Bereich unterhalb dieser Stelle spürt dann für kurze Zeit keinen Schmerz. Läuft das Pferd danach gerade, liegt die Ursache vermutlich in diesem Bereich. Jede Betäubung ist ein eigener Posten auf der Rechnung, das Betäubungsmittel kommt zusätzlich.

Was kostet eine Lahmheitsuntersuchung im Notdienst?

Im Notdienst, also nachts, am Wochenende oder an Feiertagen, berechnet die Praxis mindestens den 2-fachen Satz plus Notdienstgebühr. In unserer Beispielrechnung sind das 463,27 € für Untersuchung, zwei Röntgenaufnahmen und Zuschlag für den Stall. Beim 4-fachen Satz sind es 867,03 €. Anfahrt, Leitungsanästhesien und Ultraschall kommen noch dazu.

Zahlt die Pferdeversicherung eine Lahmheitsuntersuchung?

Eine Pferde-Krankenversicherung übernimmt die Lahmheitsuntersuchung je nach Tarif, oft bis zu einem Höchstbetrag. Eine OP-Versicherung zahlt sie meist nur, wenn eine versicherte Operation folgt. Lahmte das Pferd schon vor Vertragsbeginn, ist die Ursache häufig ausgeschlossen. Auch eine Wartezeit nach dem Abschluss kann dazu führen, dass du die Kosten selbst trägst.

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