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Was kostet es, ein Pferd einzuäschern oder abholen zu lassen?

Die Einzeleinäscherung eines Pferdes kostet meist 1.850 bis 2.790 €, ein Pony liegt bei 1.250 bis 1.990 €. Dazu kommen die Überführung zum Krematorium und bei manchen Anbietern ein Zuschlag für Energie.

Einzeleinäscherung Großpferd1.850 bis 2.790 €einmalig

Was Abholung und Einäscherung kosten

  • Abholung durch die TierkörperbeseitigungAnteil des Halters, je nach Bundesland70 bis 250 €
  • Einzeleinäscherung Ponybis etwa 1,48 m oder 300 kg1.250 bis 1.990 €
  • Einzeleinäscherung Großpferdbis etwa 800 kg1.850 bis 2.790 €
  • Einzeleinäscherung schweres Pferdüber 800 kg, etwa Kaltblüter2.790 bis 3.490 €
  • Energiezuschlagnur bei manchen Krematorien300 €
  • Überführung, Beispiel 100 km2,00 bis 2,40 € je Kilometer200 bis 240 €
  • Säckchen, Schatulle oder Urnebei manchen Anbietern im Preis enthalten25 bis 60 €
  • Genehmigung des VeterinäramtsGebühr kann je Amt abweichen12 €

Die Beträge sind Preise einzelner Krematorien und übliche Anteile des Halters bei der Abholung, jeweils für ein Pferd.

Holt die Tierkörperbeseitigung das Pferd ab, zahlst du je nach Bundesland etwa 70 bis 250 €. Für die Einäscherung braucht es außerdem eine Genehmigung vom Veterinäramt.

Was die Kosten beim toten Pferd bestimmt

Der größte Unterschied liegt in der Wahl zwischen Einäscherung und Abholung. Die Tierkörperbeseitigung, früher Abdecker genannt, holt das tote Pferd ab und verwertet den Körper in einer eigenen Anlage. Dafür zahlst du nur einen Anteil, weil Land, Kommunen und Tierseuchenkasse den Rest tragen.

Die Tierseuchenkasse ist eine öffentliche Kasse, in die Halter von Nutztieren einen Beitrag im Jahr zahlen. Bei der Einzeleinäscherung wird dein Pferd allein verbrannt, und du bekommst die Asche zurück. Hier richtet sich der Preis vor allem nach Gewicht oder Größe.

Ein Pony kostet deutlich weniger als ein Warmblut oder ein Kaltblut. Dazu kommen die Fahrt zum Krematorium, ein Gefäß für die Asche und bei manchen Anbietern ein fester Zuschlag für Energie.

Unterschiede zwischen den Ländern bei der Abholung

Bei der Abholung hängt dein Anteil stark davon ab, wo dein Pferd steht. In Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Sachsen trägst du nur etwa ein Viertel der Kosten. In Hessen liegt dein Anteil meist bei 80 bis 100 €.

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind es häufig 70 bis 130 €, in Berlin mehr als 250 €. Die Zuschüsse der Kasse setzen voraus, dass dein Pferd dort gemeldet ist. Fehlt die Meldung, verlangen manche Kassen die Beiträge für bis zu fünf Jahre nach.

Bei der Einäscherung spielt der Standort eine andere Rolle. Es gibt in Deutschland nur wenige Pferdekrematorien, deshalb kann die Strecke lang sein. Ein Anbieter berechnet 2,00 bis 2,40 € je Kilometer, andere nennen einen Festpreis nach Entfernung.

Was neben Abholung und Einäscherung anfällt

Vor der Abholung oder Einäscherung steht meist das Einschläfern durch den Tierarzt, das eigene Kosten verursacht. Bei der Einäscherung kommt ein Gefäß für die Asche dazu. Manche Krematorien legen eine einfache Urne aus Holz oder Leder bei.

Andere berechnen ein Säckchen mit 25 bis 40 € und eine Schatulle ab 60 €. Einige Anbieter nehmen einen festen Zuschlag für Energie, bei einem Krematorium sind es 300 €. Für die Genehmigung schickt dir das Veterinäramt einen eigenen Gebührenbescheid.

Wenn du die Asche nicht selbst abholst, kann auch die Rückführung etwas kosten. Bei der Abholung durch die Tierkörperbeseitigung fallen diese Posten nicht an. Dort bleibt es bei deinem Anteil für Anfahrt und Beseitigung, den die zuständige Stelle nach dem Einsatz in Rechnung stellt.

Welche Regeln für tote Pferde gelten

Pferde zählen rechtlich zu den Tieren, die Lebensmittel liefern können, auch wenn dein Pferd nie zur Schlachtung vorgesehen war. Deshalb darfst du ein totes Pferd nicht auf dem eigenen Grundstück vergraben. Der Körper geht an die Tierkörperbeseitigung, oder du beantragst eine Ausnahme für die Einäscherung.

Diese Ausnahmegenehmigung erteilt das Veterinäramt am Ort, und zwar für jedes Pferd einzeln. Viele Krematorien kümmern sich um den Antrag. Den Equidenpass, also den Ausweis deines Pferdes, gibst du nach dem Tod innerhalb von 30 Tagen zurück, in der Regel an die Stelle, die ihn ausgestellt hat.

Wer Pferde hält, meldet sie außerdem bei der Tierseuchenkasse seines Landes an. Steht dein Pferd in einem Pensionsstall, übernimmt diese Meldung meist der Betreiber des Stalls.

Häufige Fragen

Was kostet der Abdecker für ein Pferd?

Die Abholung eines toten Pferdes durch die Tierkörperbeseitigung kostet dich je nach Bundesland etwa 70 bis 250 €. In einigen Ländern zahlst du nur ein Viertel der Kosten, weil Tierseuchenkasse, Land und Kommunen den Rest übernehmen. In Berlin liegt dein Anteil über 250 €, in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz oft bei 70 bis 130 €.

Was kostet die Einäscherung eines Ponys?

Ein Pony einzuäschern kostet bei einer Einzeleinäscherung meist 1.250 bis 1.990 €. Je nach Krematorium zählt die Größe am Widerrist oder das Gewicht. Kleine Ponys bis etwa 1,30 m liegen am unteren Ende. Dazu kommen die Überführung, bei manchen Anbietern ein Zuschlag für Energie und die Gebühr des Veterinäramts für die Genehmigung.

Darf man ein Pferd im eigenen Garten begraben?

Nein, ein totes Pferd darfst du nicht auf deinem Grundstück begraben, auch nicht auf einer eigenen Weide. Der Körper gehört zur Tierkörperbeseitigung, die ihn abholt. Die einzige andere Möglichkeit ist die Einäscherung in einem Pferdekrematorium. Dafür brauchst du eine Ausnahmegenehmigung vom Veterinäramt, die für jedes Tier einzeln erteilt wird.

Muss ich mein Pferd bei der Tierseuchenkasse anmelden?

Ja, Pferde sind bei der Tierseuchenkasse des Bundeslandes meldepflichtig. Steht dein Pferd in einem Pensionsstall, meldet meist die Person, die die Haltung beim Veterinäramt angezeigt hat, also oft der Stallbetreiber. Die Meldung ist Voraussetzung dafür, dass sich die Kasse an der Tierkörperbeseitigung beteiligt. Fehlt sie, verlangen manche Kassen Beiträge rückwirkend.

Was kostet ein Pferdekrematorium für ein Kaltblut?

Für ein schweres Pferd über 800 kg nennen Krematorien 2.790 bis 3.490 € für die Einzeleinäscherung. Kaltblüter fallen meist in diese Stufe. Hinzu kommen die Überführung nach Entfernung, ein Gefäß für die Asche, soweit es nicht im Preis steckt, und bei manchen Anbietern ein Energiezuschlag von 300 €.

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